Winterreifentest 2014:Ganzjahresreifen versagen im Test

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In der kalten Jahreszeit sind Winterreifen die bessere Wahl im Vergleich zu Ganzjahrespneus.

(Foto: dpa)

Stiftung Warentest und ADAC stellen Ganzjahrespneus ein schlechtes Zeugnis aus. In der kalten Jahreszeit sollten Autofahrer besser zu echten Winterreifen greifen. Ein Modell hat die Tester besonders überzeugt.

  • Laut eines aktuellen Tests der Stiftung Warentest und des ADAC sind Winterreifen mit M+S- sowie Schneeflockensymbol den Ganzjahresreifen in der kalten Jahreszeit überlegen.
  • Große Qualitätsunterschiede gibt es bei Nässe, besonders beim Bremsweg. Bei Schnee erreichen auch die Ganzjahresreifen ein ordentliches Niveau.
  • Sowohl in der Größe 175/65 R14 T als auch in der Dimension 195/65 R15 T erreichen je vier Reifen die Bewertung "gut".
  • In beiden Kategorien geht der Continental ContiWinter-Contact TS850 als Testsieger hervor.

Winterreifen sind besser als Ganzjahrespneus

Autofahrer greifen in der kalten Jahreszeit besser zu Winter- als zu Ganzjahresreifen. Diesen Schluss lässt ein gemeinsamer Test der Stiftung Warentest und des ADAC zu. Dabei wurden insgesamt 28 Winter- und vier Ganzjahresreifen für Klein- und Mittelklassewagen auf Schnee und Eis, nasser und trockener Fahrbahn geprüft.

Große Unterschiede beim Bremsen auf nasser Fahrbahn

Die größten Qualitätsunterschiede machten sich laut den Testern beim Bremsen auf nasser Fahrbahn bemerkbar. Hier reichten die Ergebnisse beim Handling "von gut bis grottig": Im besten Fall stand der Testwagen nach einer Vollbremsung aus 80 km/h nach 51 Metern, im schlechtesten nach 69 Metern. Auf schneebedeckter Fahrbahn schlagen sich jedoch auch Ganzjahresreifen ordentlich.

ADAC

Die Prüfer der Stiftung Warentest und des ADAC haben die Winter- und Ganzjahresreifen in den Walliser Alpen getestet.

(Foto: ISP Wolfgang Grube)

Acht Winterreifen mit dem Prädikat "gut"

Von den reinen Winterreifen, am besten zu erkennen am M+S- sowie dem Schneeflockensymbol auf der Reifenflanke, schnitten immerhin acht mit "gut" und damit am besten ab. Die Ganzjahresreifen legten hingegen durch die Bank eine schwache Leistung an den Tag: Hier gab es je zweimal "ausreichend" und "mangelhaft" - alle vier Modelle seien keine Empfehlung, so das Fazit der Verbraucherschützer.

Continental ContiWinter-Contact TS850 als Testsieger

Die vier besten aus den 14 getesteten Winterreifen für Kleinwagen in der Dimension 175/65 R14 T stammen alle aus der oberen Preisklasse für etwa 290 bis 330 Euro pro Reifensatz. Die Modelle Continental ContiWinter-Contact TS850, Dunlop SP Winter Response 2, Michelin Alpin A4 und Firestone Winterhawk 3 erreichten die Bewertung "gut". Von den übrigen getesteten Kleinwagenreifen bekamen acht ein "befriedigend", zwei fielen mit der Note "mangelhaft" durch.

Ebenfalls 14 Modelle wurden in der für Kompakt- und Mittelklasseautos üblichen Größe 195/65 R15 T geprüft. Die vier Testsieger mit der Note "gut" heißen hier Continental ContiWinter-Contact TS850, Bridgestone Blizzak LM 001, Dunlop SP Winter Sport 4D und Semperit Speed-Grip 2. Pro Satz kosten diese Reifen ungefähr 310 bis 350 Euro. Die Noten für die übrigen Testreifen in dieser Kategorie: siebenmal "befriedigend", einmal "ausreichend" und zweimal "mangelhaft".

Die Winterreifenpflicht in Deutschland

Seit Dezember 2010 existiert in Deutschland eine Winterreifenpflicht. Diese besagt, dass ein Fahrzeug auf Straßen mit Glatteis, Schneematsch sowie Schnee- oder Reifglätte mit Reifen, die eine M+S-Kennzeichnung (Matsch und Schnee) tragen, ausgerüstet sein muss. Es gibt aber keinen festgelegten Zeitraum, in denen M+S-Reifen aufgezogen werden müssen.

© SZ.de/dpa/harl/reek
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