Weltspiegel (24): Lexus HS 250h Mit seinem Preis hätte er auch in Deutschland gute Chancen

Der Innenraum des HS 250h zeigt sich im üblichen Lexus-Look. Die Materialien sind wertig und orientieren sich weitgehend am US-Geschmack. Das Cockpit ist aufgeräumt - jedoch verzichtet das große Multifunktionsdisplay in der Mitte des Armaturenbretts darauf, die Energieflüsse der einzelnen Triebwerke publikumswirksam aufzuschlüsseln. Dies geschieht nur in einer kleinen Digitalanzeige im Cockpit.

Chic und extravagant zieht die scheinbar frei schwebende Mittelkonsole die Blicke auf sich. Auf ihr befindet sich ein blauer Controller, mit dem man wie am heimischen Computer die Maus auf dem Bildschirm steuern kann. Ziemlich abgefahren, aber keine schlechte Lösung. Diese aufwendige Konstruktion passt jedoch nicht zum bleistiftdünnen Ganghebel, mit dem gleich nebenan die einzelnen Fahrstufen angewählt werden. Die vollelektrischen Sitze sind bequem und das Platzangebot bewegt sich im klassenüblichen Rahmen. Jedoch sollte man es wegen der überschaubaren Innenbreite bei zwei Personen im Fond belassen.

Die Umwelt schont der Lexus HS 250h im übrigen nicht nur durch die Hybridtechnik und einen reduzierten Gesamtverbrauch. Rund ein Drittel der verbauten Kunststoffe ist aus biologisch wiederverwertetem Material. Das alles gibt es zu einem vernünftigen Preis. In den USA wird der ab Herbst verfügbare Lexus LS 250h zwischen 30.000 und 35.000 US-Dollar kosten - inklusive Ledersitzen, Klimaautomatik und Navigationssystem. Wer will, kann das Paket um Details wie Spurwechselassistent, Einparkautomatik, Xenonlicht und Head-Up-Display erweitern.

In unseren Breiten hat man als Hybrid-Interessent aber weiter nur die Wahl zwischen dem alles andere als dynamischen Toyota Prius und den großen Lexus-Modellen RX, GS oder LS. Dabei hätte der Lexus HS 250h durchaus eine Chance, mit seinem Preis die Hybridtechnik bezahlbar in das Mittelklassesegment zu tragen.