Walter de SilvaDie wichtigsten Entwürfe des Ex-VW-Chefdesigners

Einer der angesehensten Autodesigner hört auf: Walter de Silva geht in den Ruhestand. Was bleibt?

Von Thomas Harloff

Walter Maria de Silva ist Autodesigner, Italiener noch dazu. Die Kombination aus Beruf und Herkunft könnte dafür sprechen, dass diesen 64-jährigen, meist freundlich lächelnden Herren eine gewisse Extrovertiertheit auszeichnet. Doch im Gegensatz zu vielen Berufskollegen ist de Silva keiner, der große Gesten und noch größere Worte braucht, um das Design eines Autos zu erklären. Seine Entwürfe sprechen für sich, und sie sprechen für ihn. Sie sind Ausdruck seines bescheidenen Wesens.

De Silva steht für Geradlinigkeit, Schlichtheit. Obwohl er selten auf Schnörkel setzte, auf Kitsch schon gar nicht, gelang es ihm meist, einer Autokarosserie den nötigen Schuss Emotionalität zu verabreichen. Und zwar Zeit seiner Karriere, die 1971 bei Fiat begann, 1986 bei Alfa Romeo Fahrt aufnahm und ihn 1999 ins große VW-Imperium führte. Nun ist für ihn dort Schluss, kürzlich gab er seinen Rücktritt als Designchef des Konzerns bekannt, dessen Probleme derzeit bekanntlich eher technischer Natur sind.

Bild: dpa 9. November 2015, 20:332015-11-09 20:33:26 © SZ.de/harl/sks