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VW Touareg 2010:Flirt mit dem Zeitgeist

Länger, breiter, komfortabler - und deutlich sparsamer: VW hat seinen großen Allradler Touareg gründlich überarbeitet.

Ein Allradmonster war der Touareg nie. Anders als der technisch verwandte Cayenne von Porsche, sah er auch nicht aus, als würde er die Luft verpesten und Kleinwagen zum Frühstück fressen. Das hat ihn in SUV-feindlicher Zeit vor der sozialen Ächtung bewahrt und ihm außerdem eine Menge Anhänger beschert. Seit er 2002 auf den Markt kam, verkaufte Volkswagen etwa 500.000 Stück, mit gutem Gewinn, darf man vermuten.

Aus dem gewohnten "Größer-Stärker-Schneller-Prinzip" der deutschen Autobauer ist inzwischen ein Flirt mit dem Zeitgeist geworden. Wie intensiv, das sieht man jetzt am neuen Touareg. Fast könnte man meinen, hier sei eine Elfe auf Rädern entstanden, so schwelgen die Pressetexte in Beschwörungsformeln der Verkleinerung: Leichter sei der Touareg geworden, sparsamer die Motoren, die Form schlanker, der Auftritt eleganter. Und dann, die Krönung: Mit Hybrid gibt es ihn jetzt. Alles richtig, nur, neu erfunden hat man den Touareg nicht. Das war auch gar nicht nötig.

Die Karosse: Vier Zentimeter länger ist der Touareg geworden und eine Idee breiter. Um zu erkennen, dass der Neue 1,7 Zentimeter niedriger ist als der Vorgänger, braucht es allerdings ein geschultes Auge. Dennoch kaschiert das Design gekonnt die schiere Wucht - neben dem ausdrucksvollen, horizontal betonten Markengesicht das Verdienst einiger ausgeprägter Kanten und deutlich betonter Radläufe. Die sanfte Taillierung belebt außerdem die Seitenflächen.

Mehr Größe, mehr Gewicht, das galt bisher. Nicht mehr beim Touareg. Bis zu 222 Kilo, je nach Modell, wurden ihm abtrainiert, abgemagert ist er aber trotzdem nicht, immerhin liegt das Leergewicht nach wie vor deutlich über zwei Tonnen. Dennoch sollen die diversen Motoren im Schnitt etwa 20 Prozent weniger verbrauchen als die bisherigen.

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