bedeckt München

Vorschau Genfer Autosalon 2014:Klein, fein und praktisch

Im Vergleich zur Detroit Motor Show geht es auf dem Genfer Autosalon bodenständiger zu. Hier suchen vor allem neue Vans und Kleinwagen das Rampenlicht. Trotzdem darf auch in der Schweiz von Leistung und Luxus geträumt werden.

Von Marcel Sommer

1 / 9

Vorschau Genfer Autosalon 2014:BMW 4er Gran Coupé

Das BMW 4er Gran Coupé.

Quelle: STG

Im Vergleich zur Detroit Motor Show geht es auf dem Genfer Autosalon bodenständiger zu. Hier suchen vor allem neue Vans und Kleinwagen das Rampenlicht. Trotzdem darf auch in der Schweiz von Leistung und Luxus geträumt werden.

Im Zentrum des BMW-Auftritts steht das neue 4er Gran Coupé, das nach dem zweitürigen Coupé und dem Cabrio die Baureihe komplettiert. Der Neuling soll die Rolle des schönen Gegenstücks zum 3er Gran Turismo spielen, und tatsächlich ist er deutlich graziler gezeichnet als der eher pummelige Bruder. Das Platzangebot leidet - zumindest auf dem Papier - kaum unter dem schicken Design. Laut BMW ist das 4er Gran Coupé ein "4+1-Sitzer", das Kofferraumvolumen beträgt zwischen 480 und 1.300 Liter. Zum Vergleich: Der 3er GT bietet 520 und 1.600 Liter.

Der fünftürige 4er greift auf die bekannte Motorenpalette zurück. Die besteht aus vier Vierzylinder-Triebwerken in je zwei Benzin- und Dieselvarianten. Hinzu kommt der 435i mit 306 PS starkem Sechszylinder-Turbomotor. Ein Sechszylinder-Diesel soll folgen, ebenso weitere Allradvarianten neben den bereits zum Marktstart im Juni verfügbaren Modellen 420d und 428i xDrive. Die Preise starten bei 35.750 Euro für den 184 PS starken BMW 420i. Der 435i mit Achtgang-Automatik kostet mindestens 49.950 Euro.

2 / 9

Vorschau Genfer Autosalon 2014:BMW 2er Active Tourer

BMW 2er Active Tourer

Quelle: SOM

Flankiert wird das 4er Gran Coupé in Genf vom neuen 2er Active Tourer. Nachdem die Studie (Foto) bereits mehrfach auf Automessen zu sehen war, zeigt sich in der Schweiz endlich die Serienversion des ersten BMW-Vans. Er basiert auf einer gemeinsam mit Konzernschwester Mini genutzten Plattform und wird der erste BMW mit Frontantrieb sein. Seine Dreizylindermotoren übernimmt er aus dem Mini-Regal, aber auch Vierzylinder-Triebwerke kommen zum Einsatz. Im Vergleich zur Studie wird die Serienversion etwas konservativer gestaltet sein.

Außerdem am BMW-Stand zu sehen: Der neue X4, ein SUV-Coupé auf Basis des modellgepflegten X3, der ebenfalls in Genf seine Weltpremiere feiert.

3 / 9

Vorschau Genfer Autosalon 2014:VW Polo Facelift

VW Polo Facelift

Quelle: SOM

Der aufgefrischte VW Polo hat auf dem Genfer Autosalon seinen ersten großen Auftritt. Optisch ändert sich beim Modellwechsel wenig, aber unter dem Blech tun sich interessante Dinge. Beispiel Assistenzsysteme: Hier übernimmt der Kleinwagen zahlreiche Technologien, die bislang den größeren Baureihen vorbehalten waren. Außerdem krempelt VW die Motorenpalette um, neben den bekannten Vier- kommen nun auch Dreizylinder-Triebwerke zum Einsatz. Alle Motoren erfüllen die strenge Euro-6-Abgasnorm und sollen laut Hersteller bis zu 21 Prozent weniger Sprit verbrauchen als die bisherigen Motoren. Die 192 PS starke GTI-Version kommt etwas später. Trotz verbesserter Ausstattung bleibt der Basispreis im Vergleich zum Vorgänger gleich. Die 60-PS-Variante kostet also wie gehabt mindestens 12.450 Euro. Die Markteinführung in Deutschland ist im Laufe des Frühjahrs geplant.

Neben dem neuen Polo zeigt VW auch einen Ausblick auf den nächsten Scirocco sowie den Golf GTE mit extern aufladbarem Hybridantrieb.

4 / 9

Vorschau Genfer Autosalon 2014:Mercedes S-Klasse Coupé

Mercedes Concept S-Klasse Coupé

Quelle: SOM

Wie ein Coupé der Mercedes S-Klasse aussehen könnte, hat die Konzeptstudie (Foto) auf der IAA 2013 gezeigt. Für den Genfer Autosalon 2014 kündigt sich nun die Serienversion des Zweitürers an. Die V6-, V8- und V12-Motoren leiht sich das Coupé vom Viertürer, allerdings werden nicht alle Triebwerke in beiden Varianten zum Einsatz kommen. Die Fahrassistenzsysteme übernimmt das S-Klasse Coupé komplett, darunter auch die "Magic Body Control", bei der eine Stereokamera die Straße scannt und das Fahrwerk an etwaige Unebenheiten anpasst, bevor das Auto sie erreicht.

Ansonsten zeigt sich Mercedes auf dem Genfer Autosalon 2014 familienfreundlich. Neben dem T-Modell der neuen C-Klasse debütiert die V-Klasse - ein großer Van, der den Viano ersetzt.

5 / 9

Vorschau Genfer Autosalon 2014:Seat Leon Cupra

Der neue Seat Leon Cupra.

Quelle: SOM

Am Seat-Stand geht es sportlich zu. Die Spanier enthüllen den neuen Leon Cupra, der direkt im Anschluss an die Messe sowohl als Drei- als auch als Fünftürer in zwei Leistungsvarianten auf den Markt kommt. In der Standardversion leistet dessen Zweiliter-Vierzylinder-Turbobenziner 265 PS, gegen 1.300 Euro Aufpreis stehen beim dynamischen Golf-Ableger sogar 280 PS im Datenblatt. Viel Geld angesichts nur wenig besserer Fahrleistungen, denn die stärkere Version ist beim Sprint von 0 auf 100 km/h nur eine Zehntelsekunde schneller als die schwächere (5,7 statt 5,8 Sekunden).

Als Dreitürer kostet der neue Seat Leon Cupra mindestens 30.810 Euro, der Fünftürer ist 500 Euro teurer. Wer das optionale DSG-Doppelkupplungsgetriebe mit Automatik-Funktion möchte, muss weitere 1.700 Euro investieren.

6 / 9

Vorschau Genfer Autosalon 2014:Opel Astra OPC Extreme

Opel Astra OPC Extreme

Quelle: dpa-tmn

Was Opel etwas großspurig als "Supersportler-Studie" angekündigt hat, ist immerhin der schnellste straßenzugelassene Opel Astra, den es je gab. Der Astra OPC Extreme leitet sich direkt vom Langstreckenrennwagen ab, mit dem Opel einen Markenpokal auf der Nürburgring-Nordschleife austrägt. Viele Carbon-Komponenten sollen dafür sorgen, dass die Extreme-Variante deutlich leichter ist als der 1.550 Kilogramm schwere Standard-OPC. Außerdem dürfte es einen Leistungsnachschlag auf dessen 280 PS geben. Überrollkäfig, Schalensitze und Hosenträgergurte prädestinieren den Opel Astra OPC Extreme für gelegentliche Rennstreckeneinsätze.

Zwar steht bereits fest, dass der Bolide gebaut wird, aber zum Umfang der Kleinserie oder zu Preisen äußert sich Opel bislang nicht.

7 / 9

Vorschau Genfer Autosalon 2014:Peugeot 308 SW

Peugeot 308 SW

Quelle: SOM

Knapp ein Jahr nach dem Debüt des neuen Peugeot 308 rollt beim Genfer Autosalon 2014 dessen Kombiversion ins Rampenlicht. Bei dem gehören Designexperimente der Vergangenheit an. Stattdessen sucht der neue 308 SW bewusst die optische Nähe zum großen Bruder 508 SW, der mit seinem großzügigen Platzangebot punktet. Diese Qualität bringt auch der 308er mit, dessen 610 Liter großer Kofferraum mit einem Handgriff auf mehr als 1.500 Liter vergrößert werden kann. Die Motorenpalette, die aktuell drei Benziner- und zwei Dieseltriebwerke umfasst und ein Leistungsspektrum von 82 bis 156 PS abdeckt, übernimmt der Kombi von der fünftürigen Limousine. Die Markteinführung findet im Frühjahr zunächst in Frankreich statt und wird kurz darauf in den übrigen Märkten nachgeholt.

Die zweite beachtenswerte Neuheit am Peugeot-Stand ist der neue 108. Der Kleinwagen wird wie seine baugleichen Geschwister Citroën C1 und Toyota Aygo seine Weltpremiere beim Genfer Autosalon feiern.

8 / 9

Vorschau Genfer Autosalon 2014:Qoros 3

Qoros 3 in der Fließheck-Variante

Quelle: SOM

Die Versuche, chinesische Automarken in Europa zu etablieren, sind bislang stets gescheitert. Nun unternimmt der Hersteller Qoros einen neuen Versuch und präsentiert auf dem Genfer Autosalon die Serienversion seines Kompaktwagens Qoros 3. Dessen Design trägt nicht von ungefähr europäische Züge, denn es stammt aus der Feder von Gert Volker Hildebrand, der zuvor unter anderem bei Mini in verantwortlicher Position tätig war.

Qoros versucht, die Fehler seiner Vorgänger zu vermeiden. Im Gegensatz zu früheren China-Importen erreichte der Fünftürer im EuroNCAP-Crashtest die Höchstwertung von fünf Sternen. Zudem verfügt er über ein modernes, zusammen mit Microsoft entwickeltes Infotainmentsystem. Allerdings steht aktuell in den Sternen, wann die Chinesen tatsächlich in Europa starten. Die ursprünglich für 2015 anberaumte Markteinführung scheint sich nun zu verzögern. Als Grund nennt der Hersteller die hohe Nachfrage nach Neuwagen in China.

9 / 9

Vorschau Genfer Autosalon 2014:Kia Soul EV

Kia Soul EV

Quelle: STG

Bei der ersten großen Automesse des neuen Jahres, der Detroit Motor Show, gab es kaum Neues in Sachen Elektroautos. In Genf wird es kaum anders sein, allerdings gibt es doch einzelne Hersteller, die beim Thema Stromer am Ball bleiben. Beispiel Kia: Die Koreaner zeigen eine Elektrovariante ihres Crossovers Soul, die eine Reichweite von mehr als 200 Kilometern haben soll. Damit läge er im aktuellen Angebot an Elektroautos weit vorn. Sein Elektromotor leistet 81,4 kW / 111 PS, das maximale Drehmoment beträgt 285 Nm. In zwölf Sekunden beschleunigt der Kia Soul EV von 0 auf 100 km/h, die Höchstgeschwindigkeit liegt bei etwa 145 km/h. Die Markteinführung des Elektroautos erfolgt in der zweiten Jahreshälfte 2014, zu Preisen äußert sich Kia noch nicht.

Anders beim gründlich überarbeiteten Kia Sportage, der ebenfalls in Genf debütiert. Die außen und innen aufgefrischte Facelift-Version des Kompakt-SUVs steht ab dem 29. März für mindestens 20.290 Euro beim Händler.

© SZ.de/press-inform/hart
Zur SZ-Startseite

Lesen Sie mehr zum Thema