Vernetztes Fahren:Rechenmodelle regulieren Ungenauigkeiten

Doch auch eine Car2X-Kommunikation, die über einen externen Server stattfindet, kann nicht alle Gefahrensituationen wahrnehmen, wie es bei einem direkten Austausch der Daten möglich wäre. Mercedes kann etwa 75 Prozent der möglichen Vorfälle abdecken.

Die Kommunikation mit einer Ampel oder ein direkter Kreuzungsassistent funktionieren im Alltag noch nicht. Doch das Mercedes-System greift immer wieder auf relevante Daten, zum Beispiel den Ort des Fahrzeugs und dessen Geschwindigkeit via GPS zurück und berechnet die Wegstrecke. Etwaige Ungenauigkeiten werden mit Rechenmodellen ausgeglichen, die auch die Straße, auf der sich die beiden Fahrzeuge aufeinander zubewegen, einbeziehen. Das System kann dazu auf die Sensorik des Autos zugreifen. Zumindest bei ersten Tests funktionierte diese Ansage problemlos.

Dreh-Klick-Bewegungen zur Unfallwarnung

Gefahrenmeldungen laufen im Prinzip immer gleich ab: Entweder registriert das Auto selbstständig ein Problem und leitet es weiter - etwa wenn es in einen Unfall verwickelt ist - oder der Fahrer setzt die Nachricht händisch ab. Steht also ein Auto mit einer Panne am Straßenrand, muss der Fahrer nur den Drehstellknopf in der Mittelkonsole nach unten ziehen und schon poppt der Dialog zum Absetzen der Meldung auf. Mit einem weiteren Dreh-Klick kann man das Problem näher identifizieren und die Warnung in der Cloud platzieren.

Vielleicht spricht das Auto bald auch mit der nächsten Ampel - die Cloud könnte es möglich machen.

© Süddeutsche.de/pi/goro/cag
Zur SZ-Startseite

Lesen Sie mehr zum Thema

Süddeutsche Zeitung
  • Twitter-Seite der SZ
  • Facebook-Seite der SZ
  • Instagram-Seite der SZ
  • Mediadaten
  • Newsletter
  • Eilmeldungen
  • RSS
  • Apps
  • Jobs
  • Datenschutz
  • Kontakt und Impressum
  • AGB