Verkehrssicherheit:Bilder mit Botschaft

Der Deutsche Verkehrssicherheitsrat hat eine neue Plakatkampagne aufgelegt - mit Motiven im Stil der Fünfzigerjahre.

Etwas mehr als 300 000 Unfälle mit Personenschaden wurden im Jahr 2019 auf deutschen Straßen gezählt. Trotz einer leichten Abnahme im Vergleich zum Vorjahr verdeutlichen insbesondere 3046 Todesopfer und mehr als 65 000 Schwerverletzte aus Sicht des Deutschen Verkehrssicherheitsrats (DVR), dass "der Bedarf an Unfallprävention weiterhin akut ist". Mit einer neuen Plakataktion will der DVR vor allem auf zwei Gefahrenursachen aufmerksam machen: auf Ablenkung am Steuer, insbesondere durch Smartphones und andere elektronische Geräte, sowie auf zu geringen Abstand.

Neue Kampagne "Runter vom Gas" des Verkehrssicherheitsrats (DVR)

Die neuen Motive der Kampagne "Runter vom Gas" sind im Pop-Art-Stil der Fünfzigerjahre gezeichnet.

(Foto: DVR)

Dazu haben Grafiker zwei Plakatmotive im Pop-Art-Stil der Fünfzigerjahre entwickelt - sie stellen jeweils ein Verkehrsszenario dar, in dem die Protagonisten, entweder abgelenkt durch das Smartphone oder durch Missachtung des vorgeschriebenen Mindestabstands, in gefährliche Situationen geraten. Ob es tatsächlich zu einem Unfall kommt oder "nur" bei einem Beinahe-Unfall bleibt, wird dabei bewusst offengehalten und soll die Verkehrsteilnehmer zum Nachdenken anregen. Die neuen Plakatmotive sind bereits an zahlreichen Autobahnen und Bundesstraßen zu sehen. Der DVR versucht zudem, die Kampagne in diversen Internetmedien zu streuen.

Neue Kampagne "Runter vom Gas" des Verkehrssicherheitsrats (DVR)

Auf mehr als 700 Plakatflächen entlang der Autobahnen sind die Motive bereits zu sehen.

(Foto: DVR)

Laut Hardy Holte, Verkehrspsychologe bei der Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt), wissen zwar "die meisten Menschen, dass eine riskante Fahrweise gefährlich sein und ein Unfall schwerwiegende gesundheitliche Folgen nach sich ziehen kann". Aber mit der Einstellung nach dem Motto "Nicht für mich, denn ich beherrsche mein Auto perfekt" schlössen sie sich selbst aus dem Kreis der Gefährdeten aus.

© SZ vom 14.11.2020 / mvö
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