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Größe, Platz, Verbrauch:So schlimm sind SUVs wirklich

Audi Q7 und VW Golf unterscheiden sich deutlich, wenn es um die Größe geht. Allerdings ist der Marktanteil dieser Luxus-SUVs gering. (Schieberegler zum Vergleich bitte in den unten aufgeführten Beispielen betätigen).

Keine andere Fahrzeuggattung zieht so viel Hass auf sich wie die Stadtgeländewagen. Vergleicht man sie mit anderen Pkws, dann zeigt sich: So schlecht schneiden die SUVs in manchen Kategorien gar nicht ab.

Sie sind groß, schwer und für viele ein Hassobjekt: SUVs. Doch stimmen die Vorurteile wirklich? Sind die Geländewagen für die Stadt so viel größer als vergleichbare Autos? Verbrauchen Sie deutlich mehr Benzin oder Diesel und stoßen deswegen größere Mengen CO2 aus? Im Vergleich zeigt sich: Ganz so eindeutig sind die Rollen nicht verteilt.

Audi Q7 vs. Mercedes S-Klasse

Der Audi Q7 ist eines dieser SUVs, das besonders heftige Reaktionen hervorruft. Alles an ihm schreit nach Beachtung, es ist weit davon entfernt, ein reines Zweck-Auto zu sein. 2005 war der Q7 einer der ersten neuen Geländewagen auf dem Markt. Ein riesiger Koloss, zwei Tonnen schwer, fünf Meter lang und zwei Meter breit. Daran hat sich in den letzten 13 Jahren nichts geändert. Die aktuelle Generation misst ganz genau 5,06 x 1,97 x 1,74 Meter. Mit Seitenspiegeln ist das SUV sogar 2,21 Meter breit.

Wenn man sich Länge mal Breite anschaut, ist aber auch eine Limousine der entsprechenden Kategorie nicht sehr viel kleiner. Eine Mercedes S-Klasse zum Beispiel ist mit 5,13 Metern sogar länger als ein Audi Q7 ( zur Erinnerung: 5,06 x 1,97 x 1,74 Meter). Die Konkurrenz aus dem Volkswagen-Konzern kann das sogar noch schlagen. Der Audi A8 ist 5,17 Meter lang. Es gibt ihn nur mit mindestens 285 PS. In ihm lassen sich übrigens Bundesgesundheitsminister Jens Spahn und sein Regierungskollege Peter Altmaier chauffieren.

Audi Q7 vs. Tesla Model X

Dass Vorzeige-Öko-Autos auch nicht sparsamer sind, zumindest, wenn es um die Größe geht, zeigt das Tesla Model X, ein Elektro-Van-SUV-Crossover. Es ist 5,05 Meter lang und zwei Meter breit.

Mercedes V-Klasse vs. Audi Q7

Nicht nur SUVs boomen, auch Großraum-Limousinen wie der VW Multivan werden bei Familien immer beliebter. Im August 2019 lag in diesem Segment die Mercedes V-Klasse vorn. Die Vans rufen aber nicht die gleichen heftigen emotionalen Reaktionen hervor wie SUVs. Wobei sie oft größer sind als die meisten Geländewagen. Die Mercedes V-Klasse beispielsweise gibt es in drei Ausführungen: kompakt, lang, extralang. In der kleinsten und beliebtesten VVariante ist der Van 4,90 Meter lang, 1,93 Meter breit und 1,88 Meter hoch (hier im Vergleich). Die größte Version ist sogar 5,37 Meter lang.

Der Einstiegsmotor der V-Klasse ist ein Diesel mit 163 PS. Durchschnittsverbrauch: 5,8 Liter. Der CO2-Ausstoß liegt bei 154 g/km. Das ist besser als beim Q7, den es nur mit mindestens 231 PS gibt und der im Schnitt 6,8 Liter Diesel verbraucht (179 bis 182 g CO2/km), liegt aber vor allem daran, dass beim Van von Mercedes gerade der Modellwechsel stattfand und die Motoren effizienter sind.