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Test Renault Clio:Noch mehr touchen, wischen und blinken

Der neue Renault Clio zeigt eindrucksvoll, wie man auch Kleinwagen mit Displays, Fahrhilfen und Lichteffekten vollpacken kann. Und das zu einem annehmbaren Preis.

Von Christina Kunkel

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Renault Clio

Quelle: Renault

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Wie viel Auto braucht es eigentlich noch? Diese Frage kommt in der aktuellen Klimadebatte immer wieder auf. Muss es das große SUV sein, weil es sich darin so schön dahin gleiten lässt und man auch in puncto Sicherheitssystemen auf dem neuesten Stand ist? Oder ist man in einem modernen Kleinwagen nicht genauso bequem und sicher unterwegs. Der neue Renault Clio ist ein gutes Beispiel dafür, wie sich Autos im Kleinwagen-Segment in den vergangenen Jahren entwickelt haben - und dass man auch bei Preisen um die 20 000 Euro auf wenig verzichten muss, was es in Mittelklasse- oder Premiumwagen gibt.

Renault Clio

Quelle: Renault

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Von außen sieht die neue Generation des französischen Kleinwagens nicht wirklich futuristisch aus. Wer kein echter Clio-Kenner ist, dem wird kaum auffallen, welches Modell er gerade vor sich hat. Was aber sofort auffällt, wenn man den Kleinwagen in einer normal-großen Parklücke sieht: So wirklich "klein" ist auch der Clio nicht mehr. Gegenüber der ersten Generation aus dem Jahr 1990 hat der Franzose um fast 20 Zentimeter in der Breite zugelegt, in der Länge sind es sogar 35 Zentimeter. Damit folgt der Wagen natürlich auch einem allgemeinen Trend, dass Autos eben immer größer werden - zu Gunsten der Sicherheit und des Platzangebots im Innenraum, sagen die Hersteller.

Renault Clio

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Was den Platz angeht, kommt es natürlich immer auf die persönlichen Ansprüche an. Ein Kofferraumvolumen von 391 Litern ist zumindest für einen Kleinwagen mehr als ordentlich.

Renault Clio

Quelle: Renault

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Das Aha-Erlebnis kommt dagegen, wenn sich der Fahrer damit beschäftigt, was der kleine Franzose mittlerweile an Ausstattung bietet. Die Ambientebeleuchtung und das große Touchdisplay in der Mittelkonsole erwecken den Eindruck, man steige nicht etwa in einen Wagen für unter 20 000 Euro ein, sondern eher in ein gutes Mittelklassemodell. Wobei erste Probefahrten schnell die Nachteile von zu viel touchen und wischen aufzeigen. Die Lautstärke per Fingertippen auf dem Display zu verändern, ist einfach umständlicher als ein Drehregler am Lenkrad.

Renault Clio

Quelle: Renault

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Auf der Straße leistet sich der Clio mit dem 100-PS-Benziner kaum Schwächen. Dass man nur fünf Gänge hat, ist etwas gewöhnungsbedürftig. Dennoch fährt er sich auch bei höheren Geschwindigkeiten erstaunlich ruhig, hat eine präzise Lenkung und gegen Aufpreis auch unzählige elektronische Helfer an Bord. In der Variante "Intense", die bei 18 190 Euro startet, gibt es unter anderem Spurhalte-, Fernlicht- und Notbremsassistent. Vieles davon ist ab 2022 von der EU für Neuwagen vorgeschrieben. Der Clio zeigt, dass es schon heute möglich ist, zu annehmbaren Preisen viel Sicherheit in einen Kleinwagen zu packen.

Der Wagen wurde der Redaktion zu Testzwecken vom Hersteller zur Verfügung gestellt.

© SZ.de/cku
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