Test Peugeot 108, Citroën C1 und Toyota Aygo Hauptsache online ist die wichtigste Neuerung für die junge Kundschaft

Waren auf der Antriebsseite die Vorgänger technisch noch weitgehend identisch, verfolgen die Franzosen nun ihre eigene Philosophie. Zwar gibt es für alle drei wieder den bekannten, inzwischen modernisierten Einliter-Dreizylinder-Benziner mit 69 PS, doch stecken Peugeot und Citroën alternativ ihren neu konstruierten 1,2-Liter-Dreizylinder aus der sogenannten PureTech-Familie unter die Haube. Der PureTech wurde 2012 im C3 und DS3 eingeführt, entwickelt 82 PS und soll in Kombination mit einem manuellen Fünfganggetriebe 4,3 Liter verbrauchen. Ein automatisiertes Schaltgetriebe ist dafür leider nicht erhältlich, sondern ausschließlich dem kleinen Dreizylinder vorbehalten. Mit dem größeren Hubraum und der höheren Leistung fühlen sich 108 und C1 deutlich souveräner an, wirken spritziger und insgesamt harmonischer abgestimmt. Auch auf der Autobahn bleibt es selbst bei 150 km/h noch angenehm ruhig. Allerdings kostet der Peugeot als Zweitürer in der Ausstattung Active dann auch mindestens 11 600 Euro, als Allure sogar 13 150 Euro. Beim C1 sind es analog 10 950 Euro beziehungsweise 12 950 Euro.

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Fahrbericht Citroën C4 Cactus

Vom Reiz des Einfachen

Mit einer originellen Variante des kompakten C4 liefert Citroën einen Beitrag zum entspannten Reisen. Der Cactus passt gut in die Zeit, ist aber nicht frei von Fehlern.   Von Jörg Reichle

Sicht- und fühlbar aufgewertet wurden die kleinen Cityflitzer im Innenraum. Die Materialien wirken nicht mehr so billig wie zuvor, auch wenn nach wie vor Hartplastik dominiert. Wer will, kann aber das Ganze mit farbigen Dekorelementen seinem ganz persönlichen Geschmack anpassen. Smart ist auch die Lösung, das Cockpit auf die Lenksäule zu setzen, sodass bei der vertikalen Verstellung (längs ist nicht möglich) des Lenkrades die Instrumente stets optimal im Blickfeld bleiben.

Mehr vom Sparzwang als von intelligenter Bauweise künden Rücksitzbank und Kofferraum (180 bis 780 Liter). Im Jahr 2014 darf man auch von einem Kleinwagen erwarten, dass keine hohe Ladekante und bei umgeklappten Sitzlehnen keine dicke Stufe im Ladeboden im Weg steht. Ein Daihatsu Sirion oder ein Honda Jazz zeigten schon vor Jahren, wie so etwas deutlich besser geht. Aber wenigstens, so sagt Toyota, passe jetzt ein Euro-Bierkasten in den Kofferraum.

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Was den drei Kleinen an Variabilität fehlt, mag die junge Kundschaft verschmerzen - wenn nur das Infotainment stimmt. In den höchsten Ausstattungslinien gehört ein Sieben-Zoll-Touchscreen zum Serienumfang. Auf ihn lassen sich über Mirror-Link die Funktionen des Smartphones übertragen und anzeigen. Was noch vor wenigen Jahren in dieser Klasse gar nicht oder nur vereinzelt angeboten wurde, kann heute besonders für junge Leute ein kaufentscheidender Grund sein.