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Fahrt in die E-Zukunft: Tesla:Der Übergang zur postfossilen Gesellschaft?

In der angrenzenden Batteriefertigung entstehen auch die Akkus für den Elektro-Smart und für das erste Toyota Batterieauto auf Basis des RAV4. Doch die Zukunft wird in einem riesigen Großraumbüro ein Stockwerk höher entworfen. Inmitten von Ikea-Möbeln planen 700 Fachleute den Aufstieg zum Volumenhersteller.

Tesla: Rekordreichweite

Tesla schafft 500

Das Durchschnittsalter liegt hier knapp über Uni-Niveau. Überhaupt sieht es in der Unternehmenszentrale aus wie bei einem typischen Start-up im Silicon Valley. Entsteht hier eine neue Automobilkultur?

"Es macht wirklich Spaß, am Übergang zur postfossilen Gesellschaft zu arbeiten", sagt Tesla-Mitbegründer und Entwicklungschef JB Straubel, "unsere Kunden haben mit dem Roadster bereits 13 Millionen Kilometer zurückgelegt. Über so viel Erfahrung verfügt kein anderer in der Branche."

Dabei profitieren die Kalifornier vom Image des Trendsetters und Weltverbesserers - und von der Duldsamkeit der Kunden. Kein Hersteller sonst könnte so viel Nachsicht angesichts von Qualitätsmängeln und Nachbesserungen erwarten. Bisher waren erstaunlich viele Käufer bereit, rund 100.000 Euro zu zahlen, um als inoffizielle Testfahrer zu fungieren.

Drei Jahre nach der Erstauslieferung hat Tesla sein Erprobungsmodell nun zu hoher Reife entwickelt. In der aktuellen Version 2.5 überzeugt der Roadster mit solider Verarbeitung, magnetischer Straßenhaftung und einem atemberaubendem Spurtvermögen.

Doch seine Tage sind gezählt. "Wir werden genau 2500 Fahrzeuge bauen, dann ist Schluss", verrät Entwicklungschef Straubel. Das junge Unternehmen hat im wahrsten Sinne Größeres vor. Wenn Mitte nächsten Jahres die erste Elektrolimousine auf den Markt kommt, soll sie die gesamte Branche unter Strom setzen.

Tesla Roadster

210 km/h mit Elektromotor