SUV im AutotestGutes Auto, mäßiger Motor

Endlich gibt es den Kia Sportage auch mit einem Turbobenziner. Der ist zwar müde, aber auch die einzige Schwäche der neuen Generation. Neben dem Zahnspangen-Mund.

Test von Thomas Harloff

Alfa Romeo hat den Scudetto, das Schildchen. Der dreieckige, unten spitz zulaufende Kühlergrill ist seit jeher das Markenzeichen des italienischen Traditionsherstellers. Gleiches gilt für die Doppelniere von BMW. Audi hat, wenn auch erst seit gut einem Jahrzehnt, seinen mächtigen, von der Motorhaube bis weit in den Stoßfänger gezogenen Singleframe-Grill. Diese Markengesichter, wie sie die Designer nennen, sollen Familienzugehörigkeit verdeutlichen. Ein Betrachter soll auf den ersten Blick sehen, von welchem Hersteller ein Auto stammt.

So etwas wie den Scudetto, die Doppelniere oder den Singleframe wollte Kia auch. Einen Kühlergrill, der jede Baureihe direkt als Kia kennzeichnet. Deshalb verpassen die Koreaner ihren Modellen nach und nach ein... ja was eigentlich? Kia nennt die Form - warum auch immer - "Tigernase". Spötter fühlen sich, zumindest bei der Tigernasen-Variante des neuen Sportage, eher an einen grinsenden Zahnspangen-Mund erinnert.

Bild: Kia Motors 9. Juni 2016, 09:522016-06-09 09:52:21 © SZ.de/reek/mane