SUV-Boom hält an:Groß und wuchtig, schnell und durstig

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BMW X7

Noch größer, noch luxuriöser: Der X7 ist das neueste SUV-Flagschiff von BMW.

(Foto: Daniel Kraus/BMW)

Die Hersteller setzen weiter auf schwere und spritfressende SUVs. Mit der Mobilität von morgen hat das nur wenig zu tun.

Von Georg Kacher

Vieles tut man nur deshalb, weil man es kann. Klar, SUVs sind klobig und durstig, aber man sitzt höher, sieht besser und fühlt sich ein Stück weit unverwundbar. Deshalb laufen Tiguan und T-Roc dem Golf den Rang ab, macht der X3 dem 3er touring das Leben schwer, ist der wuchtige Q 8 deutlich angesagter als der prätentiöse A8. Den Preis für die um sich greifende SUV-Manie zahlt freilich nicht der einzelne Nutzer, sondern die Allgemeinheit. Denn die Pseudo-Geländewagen sind energetisch ineffizienter, verkehrsflächenhungriger und im Crash-Fall unerbittlicher als das Gros normaler Pkw. Und die nächste SUV-Generation heizt den Wettlauf der Superlative weiter an - mit noch mehr Leistung und Drehmoment und den Abmessungen eines Dinosauriers auf Rädern. Traurig, aber wahr: Das obere Segment des SUV-Booms hat mit der Verkehrswende und der Mobilität von morgen so gut wie nichts am Hut.

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