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Subaru Legacy 2.0D:Der Neue im Ring

Subaru hat den Legacy generalüberholt. Die fünfte Generation bekommt endlich einen ansprechenden Innenraum. Neu sind auch das Sechsganggetriebe sowie eine stufenlose Automatik.

Sebastian Viehmann

Der Subaru Legacy hat seinen biederen Blick abgelegt und schaut jetzt, der Mode entsprechend, aus dramatisch lang gezogenen Scheinwerfern in die Welt. Die Karosserie wirkt voluminöser und der Wagen ist auch tatsächlich höher und breiter als sein Vorgänger.

Das kommt vor allem den Fond-Passagieren zugute. In der Limousine ist der Platz nun großzügiger, im Kombi gar richtig üppig. Auch beim Kofferraum hat der Japaner mehr zu verteilen: 486 Liter (plus 53 im Vergleich zum Vorgänger) in der Limousine und 526 (plus 67) beim Kombi. Dort lassen sich die Rücksitzlehnen mit einem Hebelzug im Kofferraum flach legen und mit einem Handgriff wieder aufstellen.

Im Cockpit hat der Legacy leider immer noch eine eingeschränkte Beinfreiheit für große Piloten, was am weit herunter gezogenen Armaturenbrett liegt. Dafür wurden endlich die schmuck- und lieblosen Hartplastik-Wüsten des Vorgängers verbannt. Stattdessen gibt es Zierblenden in Alu-Optik, eine bessere Bedienung für die Klimaautomatik und praktische Fernbedienungstasten am Lenkrad.

Der Motor bietet einen satten Durchzug

Eine elektronische Parkbremse ist ebenfalls an Bord, auch wenn der Schalter dafür links unterm Lenkrad nicht optimal platziert ist. Kritik verdienen die Sitze, die zu wenig Seitenhalt bieten. Das DVD-Navigationssystem (in den Ausstattungslinien Comfort Navi und Sport Navi an Bord) wird per Touchscreen bedient und hat einen sehr großen Bildschirm.

Unter der Haube stehen drei Vierzylinder-Boxermotoren zur Auswahl: Der 2.0i mit 110 kW/150 PS, der 2.5i mit 123 kW/167 PS und ein 150 PS starker Diesel. Der Selbstzünder erfreut sich dank des Boxer-Prinzips, bei dem die Anordnung der Zylinder quasi einen integrierten Schwingungsausgleich schafft, einer hohen Laufruhe.

Der Motor bietet von unten heraus und auch noch im oberen Drehzahlband einen satten Durchzug, auch wenn die Beschleunigung mit 9,3 Sekunden von 0 auf 100 km/h etwas träger ausfällt als beim Vorgängermodell. Den Durchschnittsverbrauch des Boxer-Diesels gibt Subaru mit 5,9 Litern pro 100 Kilometer an (Kombi: 6,1 Liter). Geschaltet wird mit einem Sechsganggetriebe, dessen Schaltwege aber etwas kürzer und knackiger hätten ausfallen dürfen.

Für die Modelle Legacy 2.0 und 2.5i steht optional zur Handschaltung ein CVT-Automatikgetriebe namens Lineartronic zur Verfügung. Die stufenlose Kraftübertragung funktioniert mit einer Zugkette, die zwischen zwei variablen Kegelscheibenpaaren läuft. Wenn die Scheiben hydraulisch gespreizt oder zusammengedrückt werden, läuft die Kette weiter innen oder außen und sorgt so für die jeweils passende Übersetzung.

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