"Streetscooter" Deutsche Post baut eigene Elektroautos

Der "Streetscooter" soll bis zu 30 000 Transporter ersetzen.

(Foto: Jennifer Zumbusch)
  • Die Deutsche Post geht unter die Autobauer und lässt einen selbst entwickelten Elektrotransporter in Serie produzieren.
  • Die ersten Autos sollen bereits 2016 zum Einsatz kommen.

Die Deutsche Post wird die Autos ihrer Zusteller künftig selbst bauen. Das Unternehmen hat für diesen Plan ein Startup mit den nötigen Experten übernommen und einen Elektro-Transporter entwickelt, der genau auf die Anforderungen der Zusteller abgestimmt sein soll. "Streetscooter" heißt das E-Auto, von dem die ersten 2000 Fahrzeuge noch in diesem Jahr vom Band rollen sollen, wie ein Postsprecher am Samstag bestätigte.

Die Brief- und Paketzusteller wurden bei der Entwicklung des Fahrzeugs eingebunden, so der Post-Sprecher. "Da gibt es ganz klare Vorstellungen, wie ein Fahrzeug für die Zustellung optimal beschaffen sein soll." So sei ein Transporter mit großem Laderaum entstanden, der auch technisch auf die Bedürfnisse der Zusteller zugeschnitten sei.

Post will 30 000 Transporter austauschen

Bis zu 30 000 Transporter will die Post nach und nach durch die "Streetscooter" ersetzen. Das gleichnamige Startup war bereits 2010 im Umfeld der RWTH Aachen gegründet worden. Vor eineinhalb Jahren hat die Post die kleine Firma übernommen.

Mittelfristig plant die Post sogar, die Autos zu vermarkten. "Es gibt Anfragen. Im Moment brauchen wir die Produktionskapazitäten aber selbst", sagte Paketvorstand Jürgen Gerdes dem Magazin Focus. Die Post sieht sich mit dem selbst entwickelten Elektroauto als Gegenstück zum E-Auto-Pionier Tesla. Das US-amerikanische Unternehmen baue hochwertige Fahrzeugen für Privatkunden, die Post hingegen könne zukünftig eine preisgünstige Alternativen für Geschäftskunden bieten, so der Postsprecher.