StraßenverkehrSieben Fehler beim Autofahren im Winter

Wir sind zu bequem oder wissen es nicht besser: Diese Verhaltensweisen in der kalten Jahreszeit gefährden nicht nur uns selbst, sondern auch andere.

Von Felix Reek und Christina Müller

Nur ein Guckloch freikratzen

Jeder Autofahrer kennt die Situation: Montagmorgen, die Zeit ist knapp und dann auch noch das - die Scheiben des Wagens sind vollkommen vereist. Ein kleines Guckloch muss reichen. Es geht schließlich vor allem darum, die Straße zu sehen. Immer wieder sieht man im Winter Autofahrer, die nur einen Teil ihrer Scheibe freigekratzt haben.

Doch das ist ein Trugschluss. Wer nur einen kleinen Teil seiner Scheibe vom Eis befreit, gefährdet nicht nur seine Sicherheit, sondern auch die der anderen Verkehrsteilnehmer. Das Guckloch gibt nur den Blick auf einen kleinen Teil der Straße frei.

Markus Egelhaaf von der DEKRA Unfallforschung erklärt: "Gute Rundumsicht ist eine entscheidend Voraussetzung, um die Umgebung zu erfassen, die Verkehrssituation richtig einzuschätzen und angemessen zu reagieren. Wenn Sie nichts sehen, wird es sehr schnell gefährlich." Wer sich nicht daran hält, muss mit einem Bußgeld von zehn Euro rechnen, bei einem Unfall droht Mithaftung.

Was sich übrigens auch nicht lohnt: Den Motor im Stand warmlaufen zu lassen, um damit die Scheiben vom Eis zu befreien.

Bild: picture alliance / Julian Strate 10. Januar 2019, 05:122019-01-10 05:12:17 © SZ.de/cku/dd