Süddeutsche Zeitung

Stauprognose des ADAC und ACE:Es droht das Stauwochenende schlechthin

  • Am Wochenende des 30./31. Juli starten Bayern und Baden-Württemberg in die Sommerferien. Damit haben alle deutschen Bundesländer schulfrei.
  • Sowohl der ADAC als auch der Auto-Club Europa gehen deshalb von besonders staureichen Tagen aus.
  • Auch in den Nachbarländern dürfte es eng werden auf den Straßen.

Von Thomas Harloff

Mit Bayern und Baden-Württemberg beginnen auch in den letzten beiden Bundesländern am Freitagnachmittag die Sommerferien. Bis in Niedersachsen und Bremen das neue Schuljahr anfängt, dauert es noch bis zum nächsten Donnerstag. Das bedeutet: Für fast eine Woche ist ganz Deutschland in den Sommerferien, die Republik fährt geschlossen in den Urlaub - und in den Stau.

Besonders staureich wird das Wochenende des 30. und 31. Juli, da sind sich die Automobilclubs einig. Der ADAC spricht von einer "extremen Staugefahr", der Auto-Club Europa (ACE) ruft einen "Stau-Alarm" für die Straßen aus. Mit den Bayern und Baden-Württembergern fahren schließlich die Bürger aus zwei der drei bevölkerungsreichsten Bundesländern in den Urlaub. Gleichzeitig kehren mit den Niedersachsen die des nach Einwohnern viertgrößten Bundeslandes aus den Ferien zurück. Hinzu kommen die zweite Reisewelle aus anderen Regionen und einige Rückreisende aus Bundesländern, deren Ferien in Kürze enden, beispielsweise Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen.

Baustellen verschärfen das Problem

Die Automobilclubs sagen praktisch für alle Hauptreiserouten Staus voraus. Besonders zäh dürfte es auf den Drehkreuzen rund um Berlin, München und Stuttgart zugehen. Erschwerend kommt hinzu, dass auf fast allen großen Autobahnen umfangreiche Baustellen errichtet wurden. Der ACE hat dabei besonders die Baustelle am Dreieck Leonberg - dort trifft die A 8 auf die A 81 - im Blick. Auch auf dem zwischen Mannheim und Nürnberg gelegenen Kreuz Weinsberg (A 6 und A 81) wird gebaut. Auf der A 9 aus nördlicher Richtung kommend gibt es ein Nadelöhr kurz vor München zwischen Dreieck Holledau und Allershausen.

In Bezug auf die Stauzeiten sind sich ADAC und ACE weitgehend einig. Schon am Freitagmittag geht es los, weil sich der Urlaubs- mit dem normalen Pendlerverkehr ballt. Erst in den Abendstunden dürfte sich die Lage entspannen. Der Samstag ist der Hauptreisetag, weshalb verstopfte Straßen trotz eines erweiterten Fahrverbotes für schwere Lastwagen fast unumgänglich sind. Wer vorhat, an diesem Tag zu verreisen, sollte von den Morgen- bis in die Nachmittagsstunden hinein mit deutlich erhöhter Staugefahr rechnen. Am Sonntag dürfte es vorwiegend am Nachmittag zäh auf den Autobahnen zugehen.

Staus in ganz Europa erwartet

Übrigens wird in den kommenden Tagen nicht nur Deutschland, sondern auch weite Teile Europas vom Stau geplagt sein. Ob Österreich, Schweiz, Italien, Frankreich, Slowenien oder Kroatien: "Monsterstaus" (ADAC) drohen überall. Ein Ereignis dürfte die Lage noch verschärfen: Russlands Präsident Wladimir Putin besucht Slowenien, weshalb der Karawankentunnel an der Grenze zu Österreich am Samstag gesperrt wird. Damit liegt eine Hauptreiseroute zum östlichen Adriaufer brach, die Ausweichstrecken könnten überlastet sein.

Wer keine andere Möglichkeit hat, als am Wochenende mit dem Auto in den Urlaub zu fahren, braucht also Geduld und Nervenstärke. Tipps, wie Sie einen Stau vermeiden können, sich darin am besten verhalten und ob es sich lohnt, ihn zu umfahren, haben wir hier zusammengefasst:

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