Sportcoupé im TestDer BMW M2 verursacht mehr Stress als Freude am Fahren

Das kleine Coupé könnte der perfekte Alltagssportler sein. Wenn er nicht so viel Mühe hätte, seine immense Kraft auf den Boden zu bringen.

Allerweltsautos zu entwickeln ist ein undankbarer Job, denn so ein Auto steckt voller Zielkonflikte. Es soll schön sein, gleichzeitig aber praktisch und geräumig. Es soll aus hochwertigen Materialien gefertigt und solide verarbeitet sein, aber dennoch billig. Außerdem soll es einen starken Motor haben und trotzdem wenig Sprit verbrauchen. Sportwageningenieure haben es da einfacher: Ihre Kreationen dürfen nur schön sein, gern etwas teurer, und der Kraftstoffkonsum ist den Besitzern weitgehend egal.

Diese Freiheiten wussten die Entwickler der BMW M GmbH stets zu nutzen. Ob M3, M4, M5, M6 oder vor allem das völlig zu recht gehypte 1er M Coupé von 2011: Die Sport-BMWs aus Garching bei München waren meist die dynamischsten Vertreter ihres Segments. Wenn es nun um den M2 geht, der nach langem Warten das 1er M Coupé beerbt, sind die Erwartungen hoch. Und sie werden, untypisch für ein BMW-M-Modell, enttäuscht. Nicht grundsätzlich, aber zumindest in einem Punkt.

Bild: BMW Group 20. Februar 2017, 05:032017-02-20 05:03:22 © SZ.de/ihe/mane