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Schlechte Abgaswerte:Die meisten Diesel fallen im ADAC-Test durch

  • Der ADAC hat in seinem neuesten Eco-Test 26 Dieselautos überprüft.
  • Nur zwei von ihnen haben überzeugt. Der Rest fiel dagegen in Straßentests mit zu hohen Stickoxidwerten auf.
  • Doch auch viele Benziner haben Abgasprobleme. Einige von ihnen stoßen zu viele Feinstaubpartikel aus.

Die meisten Dieselmotoren erfüllen die gesetzlichen Abgasnormen weiterhin nur auf dem Prüfstand. Auf der Straße getestet sind ihre Emissionen dagegen weiterhin zu dreckig. Zu diesem Schluss kommt der ADAC in seinem neuesten, nun verschärften Eco-Test. Darin können lediglich zwei von 26 Selbstzünder-Modellen überzeugen: Der Mercedes E 220 d 9G-Tronic und der BMW 118d Urban Line Steptronic erringen vier von fünf möglichen Sternen. Sie sind die einzigen Diesel, die es mit den Plätzen sieben und neun in die Top Ten schaffen. Dagegen haben sechs der acht letztplatzierten Autos einen Dieselmotor.

"Unsere neuen Messungen bestätigen, dass die meisten Dieselmodelle unabhängig von der verwendeten Abgasreinigungstechnik unter realitätsnahen Bedingungen zu viele Emissionen ausstoßen", sagt Reinhard Kolke, Leiter des ADAC-Technikzentrums. Dem ADAC-Test zufolge ist der hohe Ausstoß von Stickoxid (NOx) nach wie vor das größte Problem der Dieselmotoren.

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Auch Benziner haben Abgasprobleme

Kolke möchte die jüngsten Ergebnisse als Appell an die Hersteller verstanden wissen, die vorhandenen Abgastechniken so einzusetzen, dass sie Emissionen in allen Fahrsituationen wirksam verringern. "Dass dies technisch machbar ist, zeigen die beiden Dieselmodelle in den Top Ten."

Insgesamt wurden 45 Autos getestet. Dabei zeigte sich, dass auch einige Modelle mit Ottomotor Probleme mit ihrem Abgasverhalten haben. So stoßen der Ford Focus RS, VW Tiguan 1.4 TSI und vor allem der Smart Fortwo zu viele Feinstaubpartikel aus. Auch der Opel Corsa 1.0 Turbo ecoFlex hat in dieser Hinsicht Probleme - und emittiert außerdem, untypisch für einen Benziner, zusätzlich zu viele Stickoxide.

Elektroautos und Hybride liegen vorne

So überrascht es nicht, dass auf den ersten Plätzen ausschließlich Autos mit alternativen Antrieben lieben. Platz eins belegt mit der Höchstpunktzahl von 100 das Elektroauto BMW i3 vor dem Hybriden Toyota Prius und einem weiteren reinen Batteriefahrzeug, dem Nissan Leaf. Dahinter folgt ein Škoda Octavia Combi mit Erdgasantrieb. Bester Benziner ist der Mitsubishi Space Star 1.2, der sich zwischen den beiden Dieseln auf Rang acht platziert.

Dem ADAC zufolge ist der Eco-Test nun noch einmal verschärft worden. Neben aktualisierten Fahrzyklen und strengeren Bewertungsmaßstäben gibt es eine weitere wesentliche Neuerung: Autos, die auf dem Prüfstand gut abschneiden, müssen sich jetzt zusätzlich Abgasmessungen auf der Straße stellen. Diese werden nach den Anforderungen des "Real Driving Emissions"-Tests absolviert, den von September 2017 an alle Automodelle absolvieren müssen, die in Europa neu zugelassen werden sollen. Allerdings gelten noch einige Jahre Übergangsfristen, in denen die Autos bei den Straßentests deutlich schlechtere Abgaswerte haben dürfen als auf dem Prüfstand.

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