
Ein Leben im Grenzbereich zwischen Bergrennen und Formel 1, zwischen Siegen, Unfällen und einer Entführung: Hans Herrmann zum Achtzigsten.1954: Der Start zur Mille Miglia, am Steuer eines Porsche 550 RS Spyder.Foto: Porsche

1954: Rasen durch Italien - die Mille Miglia war zu dieser Zeit eines der härstesten Rennen im Autosport. Hermann wird Klassensieger.Foto: Porsche

1954: Abgerundet wird Herrmanns triumphale Saison 1954 durch einen dritten Gesamtrang bei der Carrera Panamericana in Mexiko - herausgefahren in einem 550 Spyder. Von dieser Großtat stammt der Ehrentitel Carrera für den Porsche 911.Foto: Porsche

1959: Es ist die siebte Runde beim Großen Preis von Deutschland, mit Tempo 280 steuert Herrmann die Südkurve an, dann versagen die Bremsen. Der BRM wird zum Geschoss, rast auf Strohballen zu. Das Auto wird in die Luft katapultiert, überschlägt sich kaum zählbare Male. Hans Herrmann wird aus dem Wagen geschleudert, fliegt dem Rennwagen 50 Meter hinterher und kugelt neben dem BRM die Piste hinunter.Das Bild geht um die Welt, Herrmann trägt lediglich Schürfwunden davon und hat seinen Ruf endgültig weg: Als rasender Hans im Glück. 30 Tage später sitzt er wieder im Cockpit.

1960: Herrmann beim 12-Stunden-Rennen von Sebring in einem Porsche 718 RS 60 Spyder. Er gewinnt.Foto: Porsche

1961: Vor dem Start in Hockenheim.Foto: Porsche

1961: Herrmann beim GP Holland, in einem Porsche 787 Formel 1.Foto: Porsche

1969: Volle Konzentration vor dem Start.Foto: Porsche

1970, das letzte Rennen: Familienglück und Rennfahrerglück sind immer schwieriger unter einen Hut zu bringen.Als sich Hans Herrmann im Frühjahr 1970 nach Le Mans verabschiedet, mag seine Madeleine dem Schicksal kaum noch länger vertrauen. Am Gartentörchen nimmt sie ihrem Hans das Versprechen ab: "Wenn ich diesmal gewinne, höre ich auf!"Der rot-weiß-rote 917, den sich Herrmann mit Richard Attwood teilt, übernimmt morgens um vier zum ersten Mal die Führung. Um 16 Uhr ist der erste Gesamtsieg für Porsche unter Dach und Fach. Ein Höhepunkt für die Marke, Schlusspunkt für den 42 Jahre alten Herrmann. Dass er nie rückfällig wurde, hat er nicht bereut: "Glück hat, wer als Rennfahrer überlebt."Foto: Porsche