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Renault Zoe:Kühles Inerieur

Der Innenraum verströmt eine kühle, puristische Modernität: Analoge Instrumente gibt es nicht, stattdessen sorgen digitale Displays für den Informationsfluss und eine optionale Teflonbeschichtung der Sitzbezüge schützt diese vor Nässe. Manche Materialien allerdings machen keinen hochwertigen Eindruck: Statt unterschäumter Kunststoffe fühlt die Hand genarbtes Hartplastik. Auch die Plastik-Türöffner an den hinteren Türen wirken fummelig. Platz ist im 4,01 Meter langen E-Mobil auf den Vordersitzen genug - im Fond allerdings nicht.

Mit dem Zoe will Renault den Preisnachteil im Vergleich zu konventionellen Antrieben egalisieren. Der Einstiegspreis für den E-Renault beträgt 21.700 Euro. Die Top-Version Zen kostet 1800 Euro mehr. Dazu kommen noch die Kosten für die Batterie. Die kann der Kunde nur mieten. Die Höhe der monatlichen Rate hängt von der Laufleistung und der Mietdauer ab: Fährt der Kunde in 36 Monaten 12.500km pro Jahr, sind jeden Monat weitere 79 Euro für den Akku fällig. Wer sein Fahrtstrecken-Kontingent überzieht, zahlt pro Kilometer fünf Cent, bleibt man unter der vereinbarten Grenze, bekommt man 1,7 Cent zurückerstattet.

So viel Energie benötigt der Zoe

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Der Renault Zoe kann nicht mit einer regulären Haushalts-Steckdose geladen werden.

(Foto: WGO)

Bei unseren Testfahrten benötigte der E-Franzose 14,3 Kilowattstunden auf 100 Kilometer. Legt man einen Stromdurchschnittspreis von 25,7 Cent pro Kilowattstunde zu Grunde, sind das 3,67 Euro pro 100 km. Bei der angenommenen Laufleistung von 12.500 Kilometern sind das 458,75 Euro im Jahr. Dazu kommt die Batteriemiete in Höhe von 948 Euro. Zusammen ergibt das 1406,75 Euro an "Spritkosten".

Laut Spritmonitor verbraucht ein Polo 14 FSI mit 86 PS rund sechs Liter pro 100 km. Bei einem aktuellen Preis von 1,52 Euro für den Liter Super E 10 entspricht das Benzinkosten von 1147,50 Euro im Jahr. Dazu kommt die KFZ-Steuer von 96 Euro (laut Autokostencheck.de). Lässt man die Wartungskosten außer Acht, belastet der Zoe die Haushaltskasse pro Jahr um 163,25 Euro mehr als ein Polo. Das ist nur unwesentlich mehr. Finanziell spricht also nichts gegen den Zoe. Dass er nicht an einer Haushaltssteckdose geladen werden kann, ist allerdings ein Problem.

Die Reisekosten zur Präsentation des Renault Zoe wurden teilweise vom Hersteller übernommen.