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Entwicklung von Studenten:"Man kann gar nicht den Überblick behalten"

"Ganz viele drängen auf den Markt - kleinere, größere, deutsche, ausländische Unternehmen", berichtet die Fernverkehrsexpertin des ökologischen Verkehrsclubs Deutschland (VCD), Heidi Tischmann. "Man kann gar nicht den Überblick behalten."

Martin Rammensee und zwei seiner Kommilitonen versuchen, das zu ändern. Schon vor dem Start des freien Fernbusmarktes machten sich die drei an die Arbeit und schufen ihre Internetseite busliniensuche.de. Über sie können die Nutzer nun per Suchoption herausfinden, welche Anbieter auf der gewünschten Strecke zu welchem Preis fahren. Hinzu kommen Infos zum Komfort im Bus: Bei welchem Unternehmen gibt es unterwegs Wlan, und wo sind die Sitzabstände besonders groß? Bei wem ist Fahrradtransport möglich und wer verlangt für große Koffer keine Extragebühr?

Fernbusmarkt wird sich beruhigen

Das Webportal für den Fernbusvergleich ist derzeit das einzige seiner Art in Deutschland. Anfang des Jahres hatte das Portal ungefähr 100 Besucher am Tag. Mittlerweile kommen bis zu 4500 Nutzer täglich auf die Seite. Ausreichend Geld verdienen die drei mit ihrer Seite jedoch noch nicht. "Perspektivisch" aber solle sich das ändern.

Perspektivisch wird sich wohl auch der unstete Fernbusmarkt beruhigen, wie VCD-Expertin Tischmann vermutet. "Es werden nicht alle Unternehmen am Markt bleiben", prognostiziert sie. "Und die Preise werden steigen." Die aktuell zum Teil sehr niedrigen Tarife könne kein Unternehmen auf Dauer aufrechterhalten. Spätestens dann werde der Preisvergleich wichtig. "Da sollte man dann aber auch die Bahn miteinbeziehen", rät Tischmann. Denn wer dort ein Sparangebot erhasche, komme unter Umständen per Bahn doch günstiger weg als im Bus.

© süddeutsche.de/afp/goro/beu

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