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Ratgeber:So schützen Sie Ihr Rad gegen Diebstahl

Fahrradklau

Grundsätzlich lässt sich jedes Fahrradschloss knacken. Aber Bügelschlösser wie dieses machen es Dieben relativ schwer.

(Foto: dpa)

Welches Schloss ist am schwersten zu knacken? Welche Versicherung zahlt bei Fahrradklau? Und was bringen Codierungen und Apps? Antworten auf die wichtigsten Fragen.

Mehr als 90 Prozent der Deutschen nutzen ihr Fahrrad mindestens einmal pro Woche, rund 40 Prozent sogar täglich. Da ist guter Schutz teuer. Wie man den geliebten Drahtesel am besten sichert und versichert - hier die wichtigsten Tipps:

Wo ist mein Fahrrad am sichersten?

Am ehesten an belebten Plätzen. Dazu rät Harald Schmidt von der Polizeilichen Kriminalprävention von Bund und Ländern: "Viele Passanten können potenzielle Diebe abschrecken." Klingt logisch - doch gleichzeitig schlagen Diebe am liebsten an großen Abstellplätzen zu, etwa an Bahnhöfen, Schwimmbädern, Schulen. Daher gilt: An öffentlichen Orten ist in erster Linie das Schloss entscheidend - je schneller es geknackt werden kann, desto eher ist das Fahrrad für Diebe interessant.

Wie sichere ich das Fahrrad?

Wenn möglich, sollte das Rad mit dem Rahmen immer an einem festen Gegenstand, einem Fahrradständer oder Laternenpfahl, angeschlossen werden, sagt Schmidt: "Nur das Vorder- und Hinterrad zu blockieren, reicht als Schutz vor Dieben nicht aus. Sie können das Rad mitsamt Schloss mühelos wegtragen oder auf einen wartenden Lastwagen werfen und damit wegfahren." Außerdem sollte das Fahrradschloss nicht auf Bodenhöhe angebracht werden, denn dann können Diebe ihr Werkzeug am Boden abstützen.

Welches Schloss schützt am besten?

Generell gilt: Je robuster, desto besser. Bügelschlösser lassen sich am schwersten aufbrechen, sind aber auch sperrig und unflexibel. An dünnen Stangen und Pfählen ist es möglich, das Rad festzuschließen, Laternenmasten zum Beispiel sind dafür jedoch meist zu dick. Faltschlösser sind praktisch, deutlich flexibler als Bügelschlösser, aber auch anfälliger und nicht lang genug, um beide Räder festzuschließen.

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Schlösser aus Panzerkabel wiegen wenig, sind flexibel und oft lang genug, um Rahmen und beide Räder zu sichern. Wer sein Zweirad häufig an Risikoplätzen wie Bahnhöfen abstellt, sollte sich aber etwas Stabileres zulegen - Kabelschlösser können vergleichsweise leicht geknackt werden. Massive Kettenschlösser sind flexibel und schwer aufzubrechen. Besonders wenn sie lang genug sind, um das Zweirad inklusive der Räder festzuschließen, wiegen sie jedoch sehr viel - dafür ist das Rad aber relativ sicher.

Ist ein Fahrrad durch die Hausratversicherung abgedeckt?

Ja und nein. Zwar gehört das Fahrrad zum Hausrat, allerdings nur, wenn es in der Wohnung oder abgesperrt in der Garage oder im abschließbaren Keller steht. Ziemlich unrealistisch, dass das bei einem Fahrzeug wie dem Rad immer der Fall ist. Das wissen auch die Versicherer und bieten deshalb einen zusätzlichen Fahrradschutz zur Hausratversicherung an. Wie viel das kostet, hängt vom Wohnort und der Größe der Wohnung ab. Wer in einer 70-Quadratmeter-Wohnung in München lebt, erhält schon für gut zehn Euro im Jahr den Schutz fürs Fahrrad - auch dann, wenn er es in der Stadt oder am Bahnhof abstellt.