Räder mit KonstruktionsfehlernDiese Fahrräder sind unbequem - oder lebensgefährlich

Ein Fahrrad zeichnen? Viele Menschen versagen bei dieser Aufgabe völlig. Ein Designer hat aus den missratenen Skizzen nun Fahrräder entworfen.

Viele Menschen dürften sich mehr oder weniger regelmäßig aufs Fahrrad schwingen. Wer lieber läuft, trifft Radler aber spätestens an der Ampel. Fahrräder gehören in den meisten Gegenden der Welt einfach zum Stadtbild dazu. Dass Menschen deshalb auch ein Fahrrad aus dem Gedächtnis zeichnen können, ist aber noch lange nicht gesagt. Diese Erfahrung hat zumindest der Italiener Gianluca Gimini gemacht. Seit knapp acht Jahren bittet der Designer Menschen darum, spontan ein Herrenfahrrad zu malen.

Seine Erfahrung nach knapp 350 Skizzen: Die meisten Menschen können aus dem Gedächtnis kein Fahrrad zeichnen, auf dem man auch nur ansatzweise bequem radeln könnte. Viele der Entwürfe sind sogar lebensgefährlich - die Konstruktionen würden der üblichen Belastung schlicht nicht standhalten und schnell zerbrechen. Angesichts der Schönheit und des Potenzials vieler der Zeichnungen beschloss Gimini vor einigen Monaten, die interessantesten Skizzen am Computer nachzubilden. Der Name des Projekts: Velocipedia.

Dieses Modell sieht gewöhnlich aus, würde Gimini zufolge aber sofort zerbrechen, würde es gebaut und gefahren: Der Rahmen sei schlicht nicht stabil genug. (Es fehlen die Streben, die Hinterrad und Tretlager miteinander verbinden.)

Bild: Gianluca Gimini 17. April 2016, 14:052016-04-17 14:05:54 © SZ.de/tba/jasch/jana