Präsentation des i3:So neu ist er doch gar nicht

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Allein, so neu ist er nicht. Anders als Steve Jobs, der bei Apples Präsentationen stets ein bis dato wirklich unbekanntes Produkt präsentierte, kennt den neuen i3 schon so ziemlich jeder. Seit einigen Monaten tourt BMW mit dem Prototyp um die Welt, im Oktober gab es schon einmal ein großes Event in New York, im November in Los Angeles. Der i3 war auf allen großen Branchenmessen zu sehen. Journalisten durften ihn seit einer ganzen Weile zur Probe fahren. Neu ist an dem Elektroauto nur, dass er nun tatsächlich in Serie produziert wird. In Deutschland kommt er im Herbst in die Autohäuser, in Amerika im zweiten Quartal 2014.

BMW Reithofer i3

BMW-Chef Reithofer bei der Präsentation des i3

(Foto: REUTERS)

Dass Reithofer das Auto in New York präsentiert, ist kein Zufall. Auf den amerikanischen Markt setzt BMW große Hoffnungen. "Das Auto ist perfekt für New York", sagt Reithofer. Auch New Yorks Bürgermeister Michael Bloomberg ist hier, lässt sich mit dem Auto fotografieren und gratuliert zur Revolution. In Großstädten erwarten die Autohersteller den größten Markt für Elektroautos. Die Nachfrage ist in Amerika aber noch nicht so recht in Schwung gekommen. Die Massenmarktmodelle Volt von Chevrolet und Leaf von Nissan verfehlen fast jeden Monat ihre Absatzziele, die Hersteller haben die Preise bereits gesenkt. Der i3 soll eine andere Kundengruppe ansprechen: wohlhabendere BMW-Kunden, für die Umweltschutz ein Statussymbol ist.

Bislang kaufen diese Menschen aber vor allem bei dem Startup Tesla aus dem Silicon Valley, das sehr teure und sehr sportliche Elektroautos baut, die jeder cool findet. BMWs i3 wird mit 41.350 Dollar beziehungsweise 34.950 Euro in Deutschland genau dazwischen liegen. Wie viele i3 BMW verkaufen will, sagt der Konzern vorsichtshalber nicht. Wer keine Ziele angibt, kann auch keine Ziele verpassen.

Es geht um sehr viel Geld

Neben dem guten Ruf geht es für BMW auch um sehr viel Geld. Und tatsächlich ist einiges revolutionär: Die Fahrgastzelle ist aus Karbon und extrem leicht. Die Münchner haben sich anders als die Konkurrenz nicht dafür entschieden, einfach ein existierendes Modell mit einem Elektromotor umzurüsten, sondern das Auto komplett neu entwickelt. Audi bringt dagegen eine Elektroversion des A3 auf den Markt, Daimler folgt mit einer elektrischen Mercedes B-Klasse. Die Neuentwicklung hat BMW viel Geld gekostet, Analysten taxieren sie auf bislang mindestens zwei Milliarden Euro.

BMW hat sich vorgenommen, mit dem Auto vom ersten Tag an Geld zu verdienen.

Viele Experten halten das für unmöglich. Dafür verantwortlich ist nun vor allem die Marketingabteilung - die Show in New York, Peking und London ist der Auftakt. "Das ist nicht nur ein Auto", sagt Reithofer. "Es ist ein revolutionärer Schritt."

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