Komenda war an Porsches wichtigsten Entwicklungen der Vor- und Nachkriegszeit beteiligt. Er arbeitete von 1931 an federführend am Design des KdF-Wagens (Foto) mit - Hitlers Auftragsarbeit für Ferdinand Porsche (rechts). Als Teil der "Kraft durch Freude"-Bewegung sollte das Auto die Massen mobilisieren. Doch das Vorhaben scheiterte. Erst nach dem Zweiten Weltkrieg kam das Auto offiziell als Volkswagen auf den Markt und startete eine Weltkarriere. Für Porsche hatte die Zusammenarbeit mit dem Nazi-Regime einen Wendepunkt in der Firmengeschichte bedeutet. Hoch verschuldet, erhielt das Unternehmen Staatssubventionen, die Technik des späteren Käfer landete unter anderem in Schwimm- und Kübelwagen der Wehrmacht.

Erst nach dem Zweiten Weltkrieg begann der Aufstieg Porsches als Sportwagenhersteller. Die Karosserie des 356 wurde dabei unbestritten von Komenda entworfen. Auch die ikonische Silhouette des Porsche 911, der knapp zwei Jahre vor seinem Tod auf den Markt kam, geht maßgeblich auf Komendas Arbeit zurück.

Bild: Süddeutsche Zeitung Photo 26. Juli 2018, 11:362018-07-26 11:36:51 © SZ.de/harl/dd/reek/rus