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Pariser Autosalon: Elektroautos:Elektroauto: immer noch nur ein Wunschtraum?

Das gilt auch für den 2,3 Meter kurzen Winzling Twizzy Z.E., mit dem die Franzosen einen Low-Budget-Konkurrenten des Elektro-Smart etablieren wollen. Der Sportwagen Renault DeZir dagegen dürfte ein reiner Eye-Catcher bleiben, ebenso wie der dramatisch gezeichnete Strom-Sportler Citroën Survolt.

Wie der Beginn des Elektro-Zeitalters tatsächlich aussieht, zeigen Citroën C-Zero und Peugeot Ion, beides Schwestermodelle des Mitsubishi i-MiEV: Bescheidene, aber immerhin gut ausgestattete und alltagstauglich wirkende Kleinstwagen, denen die futuristische Dramatik aller Elektro-Studien völlig abgeht.

Bei den Treibstoffkosten stecken die kleinen Viersitzer jede Benzinkutsche in die Tasche, doch Leasingraten von 499 Euro monatlich beziehungsweise ein Verkaufspreis von 35.000 Euro - der ohnehin theoretischer Natur ist, weil die Franzosen zuerst nur Flottenkunden beliefern werden - holen Stromer-Fans schnell auf den Boden der Tatsachen zurück.

Das gleiche gilt auch für die Reichweite. Bei Peugeot etwa rückten die Ingenieure vor kurzem konkrete Zahlen heraus, wie Fahrweise und Nebenaggregate die elektrische Reichweite des Ion eindampfen können. So verringert die Heizung die mit 150 Kilometern angegebene Reichweite um fünf bis 45 Prozent. Schaut man auf dem Pariser Salon von den Ständen der Franzosen nach rechts und links, findet man zwar den ein oder anderen Hybriden, aber kaum batterieelektrische Fahrzeuge.

Nissan zeigt wie üblich den Leaf und gewährt mit dem Townpod einen Ausblick auf das elektrische Stadtauto der Zukunft. Seat hat den Ibe im Gepäck, der bislang aber nichts weiter ist als eine Studie. Skoda elektrisiert den Octavia und lässt aus dem Wagen ein armdickes Kabel mit riesigem Stecker heraushängen, damit auch der letzte mitbekommt, welcher Antrieb da unter der Haube steckt.

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