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Opel Ampera:Hier fährt die Zukunft

Mit dem Ampera bringt Opel Ende 2011 das erste Elektroauto nach Europa, das auch für den Familienalltag taugt und halbwegs erschwinglich ist. sueddeutsche.de ist ihn schon jetzt gefahren.

Die Autozukunft ist nicht "blue". Sie ist eindeutig grün. In sanftem Grün leuchtet der Anlasserknopf im Opel Ampera, sobald man ihn drückt und so den Wagen startet. Obwohl: Schon der Begriff Anlasser stimmt so eigentlich nur in Ausnahmesituationen - der Ampera hat im Normalfall keinen "Anlasser". Er wird gestartet, wie man einen Fernseher einschaltet oder eine Kaffeemaschine: Knopf drücken, Strom fließt, der Wagen läuft.

Opel Ampera

Irgendwie sehen sich sie von hinten alle ähnlich: Opel Ampera (Bild), Toyota Prius und Honda Insight ...

(Foto: Foto: oh)

Na ja - auch das stimmt nicht so richtig: Er läuft nicht, er ist eingeschaltet. Die Instrumente im Armaturenbrett leuchten auf, die Klimaanlage rührt sich. Der Motor? Nicht.

Der Opel Ampera ist eben kein "normales" Auto. Obwohl seine Entwickler viel unternommen haben, um diesen Anschein zu erwecken. Sie hätten ihn mit allerhand futuristisch anmutendem Schnickschnack vollpfropfen können. Ein bisschen Science-Fiction für die Straße. Ist ja schließlich ein "Zukunftsauto". Aber stattdessen wirkt der Ampera beim ersten Probesitzen zunächst wie ein ganz traditionelles Automobil.

"Genau das wollten wir", sagt Andreas Lassoto, dessen Team den Elektro-Opel vermarkten soll: "Wir wollten den Umgewöhnungseffekt so gering wie möglich halten. Der Ampera-Fahrer soll sich in einer weitgehend vertrauten Umgebung wiederfinden." Lenkrad mit Standard-Bedienknöpfen für Radio und Sendersuche also statt Joystick, Automatik-Hebel und Stufen von "P" über "N" und "R" bis "D", Gaspedal, Bremse - ein ganz normaler Opel für vier Leute mit Gepäck.

Opel Ampera

Hier fährt die Zukunft