Peugeot 605 (1989 bis 1999)

Klassisch, ohne Schnörkel: Die Formen des Peugeots 605 sind geradezu zeitlos. Entworfen hat sie das italienische Traditions-Designstudio Pininfarina, das im Lauf der Jahrzehnte Ferraris, Maseratis und Alfa Romeos zeichnete.

Der Peugeot 605 war eine typische Mittelklasse-Limousine der Neunzigerjahre, konnte sich in dem Fahrzeugsegment, in dem es vor allem um das Prestige geht, allerdings nie durchsetzen. Zu groß war die Übermacht von BMW, Audi und Mercedes. Hinzu kamen in der Anfangszeit eklatante Qualitätsmängel beim 605. Der französische Hersteller rief die gesamte erste Modellreihe zurück, ein Großteil der Auspuffanlage und die gesamte Verkabelung des Motorraums wurden erneuert. Von diesem Desaster erholte sich der 605 nie.

Das hat den Vorteil, dass die Limousine heute gebraucht zu Schnäppchenpreisen angeboten wird - sehr gute Exemplare kursieren bereits für 3000 oder 4000 Euro. Besonders empfehlenswert sind der 2,5-Liter-Diesel und der Benziner mit V6-Motor. Viele solche Peugeot-Limousinen gibt es in Deutschland aber nicht mehr. Das H-Kennzeichen könnte aber zumindest dafür sorgen, dass diese in liebevolle Hände gelangen.

Bild: Peugeot 30. Oktober 2018, 10:222018-10-30 10:22:26 © SZ.de/kaeb/leja