Mercedes SL (R 129, 1989 bis 2001)

Wesentlich teurer dürfte der Kauf eines Mercedes SL ausfallen: Unter 10 000 Euro gibt es kaum brauchbare Modelle, Cabrios in gutem Zustand können schnell 30 000, 40 000 oder mehr kosten. Das ist aber nicht weiter verwunderlich, schließlich war der Mercedes auch zu Produktionszeiten für die meisten Autofahrer unerschwinglich: Ein 600 SL beispielsweise kostete etwa 200 000 Mark.

Dafür steckt in dem Coupé-Cabrio mit Hardtop alles, was 1989 technisch möglich war, schließlich basiert der SL auf Mercedes' Topmodell, der S-Klasse. Im Mercedes SL boten boten die Schwaben zum Beispiel erstmals die hydraulische elektronische Radaufhängung ADS an oder einen automatischen Überrollbügel, der bei einem Überschlag innerhalb von 0,3 Sekunden ausfährt.

Bei den Motoren griff Mercedes auf eine breite Modellpalette zurück: Vom Sechs- bis zum Zwölfzylinder war im SL alles möglich. Gerade die Einsteigermodelle der ersten Jahre (280, 300, 300 SL-24) sind allerdings nichts für sportliche Fahrer, da der SL bis zu zwei Tonnen wiegt. Die größeren Motoren hingegen verschlingen immense Wartungskosten. Der Trost: Der SL gilt als äußerst solides Cabrio, das mit der Reife fürs H-Kennzeichen noch enorm im Wert steigen dürfte.

Bild: dpa-tmn 30. Oktober 2018, 10:222018-10-30 10:22:26 © SZ.de/kaeb/leja