Nissan Qashqai +2:Stammeszuwachs

Was beim Qashqai etwas zu kurz kommt - die Variabilität im Innenraum - erfährt beim +2 mehr Aufmerksamkeit. Die Fond-Bank lässt sich um zehn Zentimeter in Längsrichtung verschieben und ist im Verhältnis 40:20:40 geteilt umklappbar. Den mittleren Sitz kann man auch als Armlehne mit Staufach benutzen. Das Panorama-Glasdach ist im Siebensitzer 14 Zentimeter länger als im Fünfsitzer und zudem serienmäßig an Bord.

Auch für China gedacht

Die Preise des Qashqai +2 will Nissan noch bekannt geben. Betrachtet man die Aufschläge, die andere Hersteller für Maxi-Versionen bestimmter Autos verlangen - etwa Seat für den Altea XL, VW für den Caddy Maxi oder Renault für den Grand Scénic XXL - lässt sich allenfalls vermuten, dass der Mehrpreis um 1000 Euro liegen könnte. Der Qashqai-Fünfsitzer steht zurzeit ab 19.990 Euro in der Liste. Die Qashqai-Familie soll zudem in den nächsten Jahren noch mehr Zuwachs bekommen. "Es kommen weitere Modellvarianten", sagt Nissan-Sprecher Michael Bierdümpfl.

Nach einem lange anhaltenden Zulassungsschwund hat Nissan in Europa seit Jahresbeginn deutlich zugelegt. Dabei hat sich der Qashqai zu einer respektablen Cash-Cow entwickelt und sorgt für gefüllte Auftragsbücher. Seit der Markteinführung vor rund einem Jahr wurden europaweit 150.000 Qashqais an die Händler ausgeliefert. Auch in Russland verkauft sich der Crossover gut. Der Qashqai rollt im englischen Nissan-Werk Sunderland vom Band. Um die ungebrochene Nachfrage besser decken zu können, soll es ab Juni eine zusätzliche Produktionsschicht geben.

Der Stadtnomade soll demnächst sogar ins Reich der Mitte ziehen: Unter dem Namen Xiaoke (chinesisch für "Nomade") wird das Auto auch beim Nissan-Partner Dongfeng Motor Company gebaut. Als Zugeständnis an die Wünsche der chinesischen Kunden bekommt der Wagen ein beiges statt schwarzes Interieur, ein verändertes Panorama-Dach sowie neue Chromleisten. Dongfeng will pro Monat 3000 Xiakoes verkaufen.

© sueddeutsche.de/Pressinform
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