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Neuwagen:Garantiebeginn und wichtige Unterlagen

Ein weiterer wichtiger Punkt: Die Garantiezeit beginnt ab der ersten Zulassung oder mit der Übergabe an den Importeur. Handelt es sich um einen Neuwagen mit Tageszulassung oder um ein Fahrzeug, das der Importeur auf Lager hat, ist Vorsicht geboten. Klären Sie in diesem Fall unbedingt, wann das Fahrzeug zugelassen, beziehungsweise übergeben wurde, um auszuschließen, dass die Garantiezeit bereits seit Monaten läuft. Bedenken Sie außerdem, dass eine in Deutschland angebotene Sonderaktion eines Herstellers wie etwa eine "Mobilitätsgarantie", nicht notwendigerweise auch für andere Länder gilt. Auch hier gilt: Erkundigen Sie sich vor dem Kauf.

Wer einen Neuwagen erwirbt, der aus einem Nicht-EU Land importiert wird, muss sämtliche Ansprüche in dem Staat geltend machen, in dem der Verkäufer ansässig ist. Das kann im Ernstfall langwierige und schwierige Prozesse nach sich ziehen.

Unterlagen für die Auslieferung

Lassen Sie bei der Bestellung eines Import- oder Reimport-Neuwagens alle Fahrzeugdaten und Ausstattungsdetails, sowie den Liefertermin und den Gesamtpreis schriftlich fixieren. Bei der Auslieferung, beziehungsweise Abholung, müssen folgende Schriftstücke vom Verkäufer an den Käufer ausgehändigt werden:

  • gültiges Serviceheft (inklusive Fahrgestellnummer, Auslieferungsdatum und Stempel), sowie Garantiekarte
  • bei Übernahme mit Zulassung: deutsche Zulassungsbescheinigung
  • bei Übernahme ohne Zulassung: CoC (Certificate of Conformity)-Bescheinigung und Original-Rechnung

Zudem sollten Sie das Fahrzeug gemeinsam mit dem Verkäufer (oder Vermittler) in Augenschein nehmen und eventuelle Mängel schriftlich dokumentieren.

Ein Eigenimport eines Neuwagens ist natürlich ebenfalls möglich, allerdings sollten Sie den Kosten- und Zeitaufwand für Recherche, Preisverhandlung, Überführung und Behördengänge nicht unterschätzen. Spezialisierte Import-Händler sind für Privatpersonen ohne ausgeprägte Geschäftskontakte in der Regel die bessere Wahl.