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Neuer Dacia Sandero:Kleinwagen kommt auch als Kombi

Die zweite Generation des Dacia Sandero kommt. Deutschlands billigster Neuwagen erhält eine bessere Ausstattung als sein Vorgänger, sein Basispreis bleibt gleich. Doch der Wagen erhält eine zusätzliche Karosserievariante.

Wolfgang Gomoll

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Quelle: WGO

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Die zweite Generation des Dacia Sandero kommt. Deutschlands billigster Neuwagen erhält eine bessere Ausstattung als sein Vorgänger, sein Basispreis bleibt gleich. Doch der Wagen erhält eine zusätzliche Karosserievariante.

Wurde Renaults Billigmarke Dacia früher erst nach und nach mit moderner Technik versorgt, hat der neue Sandero schon von Beginn an den neuen Dreizylinder-Benziner, der für den Clio entwickelt wurde, im Angebot. Bei der neuen Generation hat nun auch die Einstiegsversion ESP, eine Servolenkung und Seitenairbags.

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Das sind allerdings auch alle Luxusgüter beim Einsteigermodell. Aber für einen Preis von 6990 Euro geht das in Ordnung.

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Zumal das Fassungsvermögen von 320 beziehungsweise 1200 Litern serienmäßig ist. Zum Vergleich: Ein Audi A3-Sportback bringt es auf 380 und 1220 Liter Stauraum - und kostet fast das Vierfache.

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Dass nach dem Umlegen der Rückbank eine Stufe bleibt, ist ärgerlich, aber keine Katastrophe. Auch ohne ebene Ladefläche bietet der Sandero viel Stauraum.

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Natürlich ist die Qualitätsanmutung eines Audi A3 höher. Doch der Sandero hat im Vergleiche zu seinem Vorgänger auch da einen Sprung nach vorne gemacht. An manchen Stellen ist die Verkleidung etwas karg, die Kanten nicht überall ordentlich entgratet, aber die Verarbeitung ist grundsätzlich solide.

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Wer den aus dem Renault Clio bekannten 90-PS-Dreizylinder verbaut haben möchte, muss mindestens 10.990 Euro zahlen. Dafür enthält der Wagen die verfügbare Top-Ausstattung inklusive elektrischen Fensterhebern, 16-Zoll-Alurädern, beheizbaren Außenspiegeln und einem MP3-CD-Radio mit USB- und Aux-Anschluss. Für 180 Euro zusätzlich ist ein Navigationssystem inklusive Sieben-Zoll-Touchscreen an Bord.

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Die Aufpreisliste ist kurz. Unter anderem kosten die Lederpolsterung (500 Euro), die manuelle Klimaanlage (590 Euro) und Parkpiepser hinten (200 Euro) extra. Dacia bietet auch einen Tempomaten für 230 Euro (inklusive Lederlenkrad). Im Cockpit wird der Fortschritt sicht- und fühlbar. Zwar ist das Material nach wie vor Hartplastik, aber die Oberflächen mit den verschiedenen Narbungen und feine Details wie chromglänzende Ringe um die Rundinstrumente machen das Interieur hochwertiger als beim Vorgänger.

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Auch äußerlich hat Dacia die Optik aufgefrischt. Die Frontscheinwerfer sind eckiger als beim Vorgänger, die größeren Lufteinlässe und die kantigeren Formen sind deutlich moderner als das rundliche Design des Vorgängers. Doch ein Dacia wird nach wie vor von Autofahrern gekauft, die vor allem ein Auto mit Nutzwert wollen. Der Sandero ist gewachsen und erstmals länger als vier Meter. Das gibt genug Platz in der ersten und zweiten Reihe und obwohl der Sandero 16 Millimeter flacher ist als sein Vorgänger hat kein Passagier Platzprobleme im Kopfbereich.

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Der Wagen hat allerdings auch Schwächen: Die Vordersitze sind zwar bequem, haben aber eine zu kurze Sitzfläche und auch der Seitenhalt ist nicht überragend. Mit dem 90-PS-Dreizylinder und einer Höchstgeschwindigkeit von 175 km/h mutiert man sicher nicht zum Verkehrshindernis. Das Drehmoment von 135 Newtonmetern und der Sprint auf 100 km/h in 11,1 Sekunden lassen durchaus Überholvorgänge zu. Der fünfte Gang ist allerdings zu lang übersetzt. Das hakelige Getriebe stört außerdem. Die Lenkung ist zu wenig direkt, aber ausreichend präzise. In schnell durchfahrenen Kurven neigt der Sandero zum Wanken und das Fahrwerk ist komfortabel, aber insgesamt zu weich.

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Den neuen Dacia Sandero wird es künftig übrigens auch als Kombi geben. Der Kombi soll den deutlich größeren Logan MCV ersetzen, für den es nach der Premiere der beiden Großraumlimousinen Dokker und Lodgy keinen Platz mehr in der Modellpalette der Rumänen gibt. Zum Jahresende 2012 wird die Produktion eingestellt.

© süddeutsche.de/dpa/pi/goro/tob
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