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Neue Lichttechnik:Audi trieb die LED-Entwicklung voran

Eingeführt wurden das LED-Abblendlicht 2008 im Hochleistungssportwagen Audi R8. "Der damalige Audi-Vorstandsvorsitzende, Martin Winterkorn, hat sich schon in einem frühen Entwicklungsstadium persönlich um das Projekt gekümmert und alle Hürden aus dem Weg geräumt", berichtet Wolfgang Huhn.

Licht emittierende Dioden werden zwar seit 1967 kommerziell genutzt, doch bis vor wenigen Jahren funzelten sie nicht heller als Haushaltskerzen. Im Auto wurden die Stecknadelkopf kleinen Lämpchen deshalb nur als Hintergrundbeleuchtung oder als Mini-Anzeigen im Cockpit eingesetzt.

Audi trieb die Serienentwicklung von LED-Frontscheinwerfern voran, als absehbar wurde, dass weiße LED eine Lichtleistung von 100 Lumen je Watt erreichen können: die 100-fache Leuchtstärke einer Kerze pro Watt. LED-Pionier Huhn hat in diesem Sommer den Professor Ferdinand Porsche Preis erhalten - eine der weltweit höchstdotierten Auszeichnungen für Forschungsleistungen auf dem Gebiet der Automobiltechnik.

Miniaturlaser könnten der nächste Schritt einer glänzenden Geschichte werden. Die extrem kleinen und leuchtstarken Lämpchen liefern sogar 170 Lumen je Watt - doppelt so viel wie Xenon-Scheinwerfer.

Die Energieeffizienz ist aber nur ein Grund für die strahlende Zukunft von alternativen Lichtquellen in der Fahrzeugfront. Wichtiger als die Kraftstoffersparnis ist die Signalwirkung, die von einer neuen Scheinwerferoptik ausgeht: Die Lichtquellen sind so stark, dass vier BMW-typische Leuchtringe genügen, um die ganze Straße auszuleuchten.

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