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Mobilität der Zukunft:"Tests im großen Stil und in realer Umgebung"

In den Vereinigten Staaten hat die US-Verkehrssicherheitsbehörde NHTSA im Februar festgestellt, dass Computer grundsätzlich als Fahrer anerkannt werden können. Zugleich schränkte sie aber ein, dass die aktuelle Gesetzeslage an vielen Stellen eindeutig Menschen am Steuer und entsprechende Kontrollmechanismen voraussetze. In einem Schreiben an den Konzern Google teilte die US-Behörde mit: "Wenn kein menschlicher Insasse das Fahrzeug fahren kann, ist es sinnvoller, als Fahrer anzuerkennen, was auch immer es fährt."

In Europa gibt es dazu bislang keine einheitliche Regelung. Die EU-Kommission will, auch um die Folgen des Einsatzes selbstfahrender Autos prüfen zu können, "Tests im großen Stil und in realer Umgebung" erlauben. Zwei Mal im Jahr soll sich eine hochrangige Runde aus Abgesandten der EU-Staaten, der Industrie und den Sozialpartnern treffen - und wenn nötig in Arbeitsgruppen bestimmte Themen vertiefen. Dazu zählen nicht nur die vernetzten Autos, sondern alle Bereiche, die, wie es so schön heißt, smarter werden sollen. Also zum Beispiel smarte Städte, die eine möglichst smarte Verkehrsinfrastruktur brauchen. Bislang sind das vor allem noch recht smarte Worte - dieses Jahr sollen sie mit Leben gefüllt werden.

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Bundesregierung will über E-Auto-Förderung entscheiden

Auch bei den Antrieben der Autos soll sich einiges ändern. In Kürze werde die Bundesregierung über das umstrittene Förderprogramm zur Elektromobilität entscheiden, kündigte Dobrindt an. Den Einsatz von Autos mit Wasserstoffantrieb will sein Ministerium mit mehr als 500 Millionen Euro fördern. Dass die Verkehrswende längst kein europäischer Plan mehr ist, machte dort Chinas Wissenschaftsminister Wan Gang klar. In bemerkenswerter Offenheit sprach der über die Luft- und Verkehrsprobleme seines Landes. Mehr als 130 Millionen zugelassene Autos, schluckten Hunderte Millionen Tonnen Öl. Das sei nicht nur ökonomisch ein Problem. "Unsere Gesellschaft droht daran zu ersticken."

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