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Mitsubishi i-MIEV:Im Innenraum: Magerkost

Die Höchstgeschwindigkeit von 130 km/h reicht für ein Citymobil allemal aus und das Spurtpotenzial 0 auf 100 km/h in knapp 16 Sekunden interessiert niemanden ernsthaft. Da geht es neben Reichweite und Ladezeiten in erster Linie um das Tagesgeschäft. Ebenso wie außen ist der i-MiEV auch im Innenraum dabei keine Schönheit. Die Sitze sind mäßig, das Platzangebot ausreichend und die graue Plastikwüste wenig erbaulich.

Zudem gibt es keine Reichweitenanzeige, die mit einem intelligenten Bordcomputer nebst Navigationssystem kombiniert ist. Verstreute Schalter und mäßig beleuchtete Bedienelemente haben in der Gegenwart ebenfalls wenig zu suchen. Immerhin können auch hinten zwei Personen recht bequem sitzen.

Das Ladevolumen liegt zwischen 227 und 860 Litern. Die Lithium-Ionen-Batterie liegt flach im Fahrzeugboden; der Motor unter dem Kofferraum.

Ein großer Alltagsnutzen ist dem Mitsubishi i-MiEV nicht abzusprechen. Er ist für die Innenstadt und den Speckgürtel drumherum ausreichend motorisiert und genau hier variabel einsetzbar. Doch auf längeren Strecken, schnellen Überlandstraßen und auf der Autobahn hat der i-MiEV nichts zu suchen.

Bleibt nur noch der Preis. Für das, was er bietet, sind knapp 35.000 Euro einfach zu viel Geld. Für deutlich weniger gibt es einen sparsamen VW Golf Bluemotion mit Luxusausstattung oder zum gleichen Preis sogar einen BMW 320d Efficient Dynamics. Golf und BMW bieten das deutlich bessere Paket und sind noch dazu vollwertig zu nutzen.

Für Endkunden dürfte der i-MiEV so kaum eine echte Alternative sein.