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Mitsubishi i-MIEV:Heizung und Klima saugen Leistung

Dem Elektrojünger stehen drei Fahrprogramme zur Verfügung, die wie bei einem Automatikgetriebe am Mitteltunnel zu schalten sind. Neben dem Normalprogramm "D" gibt es ein Bergab-Fahrprogramm "B" mit stärkerer Rekuperation und einen Komfortmodus für lockeres Dahingleiten ohne große Bremswirkung. Meistens ist der i-MiEV mit dem D-Modus bestens unterwegs.

Als das Ortsausgangsschild vorbeizieht, verliert der Japaner jedoch Meter für Meter seine in der Innenstadt gezeigte Souveränität. Das Herausbeschleunigen ist gerade oberhalb von 80 bis 90 km/h zäh. Darüber wird es noch mühsamer.

Das schlechte Wetter und die niedrigen Temperaturen von kaum über null Grad Celsius setzen dem Elektro-Viersitzer dann besonders zu. Die Heizung tut sich schwer, den Innenraum auf Temperatur zu bringen. Als die Scheiben beschlagen, greifen Sitz- und Heckscheibenheizung sowie die Klimaautomatik helfend ein.

Das kostet Leistung und reduziert die digital rechts im Armaturenbrett angezeigte Reichweite beträchtlich. Der Elektrotank ist bald halb leer und die Reichweite soll nur noch bei 29 Kilometern liegen. Das sorgt für keine große Sicherheit bei Strecken außerhalb der Stadtgrenzen. Unter optimalen Bedingungen soll die i-MiEV-Reichweite bei 150 Kilometern liegen - realistisch sind rund einhundert.

Um den leeren Akku aufzuladen, muss der i-MiEV für rund sechs Stunden an die Norm-Steckdose. Per Gleichstrom-Schnellladung geht das in zwei bis drei Stunden; doch praktisch ist allemal anders.