Mercedes SLS AMG:Abschied vom Flügeltürer

Jahrzehntelang baute Mercedes keinen echten Sportwagen. Vor vier Jahren besann sich der Daimler-Konzern mit dem SLS AMG auf seine alten Motorsporttugenden. Doch bald ist Schluss für den Flügeltürer. Sein Nachfolger steht schon in den Startlöchern.

Von Stefan Grundhoff

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Seit 60 Jahren sportlich und leicht - Der Mercedes SL

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Jahrzehntelang baute Mercedes keinen echten Sportwagen. Vor vier Jahren besann sich der Daimler-Konzern mit dem SLS AMG auf seine alten Motorsporttugenden. Doch bald ist Schluss für den Flügeltürer. Sein Nachfolger steht schon in den Startlöchern.

Am Anfang waren Flügel: Der von der Rennversion abgeleitete Straßenwagen Mercedes-Benz 300 SL (im Bild) feierte am 6. Februar 1954 Premiere. 1957 wurde ein Roadster nachgereicht. Erst 2009 baute Mercedes wieder einen Flügeltürer.

Mercedes SLS AMG, Mercedes SLS, AMG, Mercedes, Mercedes-Benz

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Der Mercedes SLS AMG wird nach knapp vier Jahren Bauzeit zum Anfang 2014 eingestellt. Er muss Platz machen für den neuen Mercedes GT, den die Stuttgarter ab Ende 2014 / Anfang 2015 im Programm haben. Der GT wird kleiner und deutlich leichter als der aktuelle SLS. An der Alu-Spaceframe-Karosserie hält Daimler fest. Dazu verbauen die Schwaben einen Front-Mittelmotor, ein Doppelkupplungs-Getriebe und eine Antriebsachse hinten mit aktivem Differenzial.

Liebesgrüße nach Zuffenhausen

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Die Motoren sollen durchweg aufgeladene Sechs- und Achtzylinder mit einem Leistungsspektrum von 350 bis 500 PS sein. Längst beschlossene Sache sind auch Motorsportvarianten und eine nachgeschärfte Black-Series-Version mit mehr als 550 PS. Der Basispreis des Mercedes GT soll bei knapp über 100.000 Euro liegen. Somit würde Mercedes den Wagen direkt gegen den Porsche 911 Carrera S oder GTS positionieren. Das sind etwa 80.000 Euro weniger als der Mercedes SLS, der zuletzt bei knapp 190.000 Euro startete. Im Bild ein Prototyp des kommenden GT.

Goodbye SLS

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Als Mercedes im Jahre 2009 erstmals seinen SLS AMG präsentierte, sorgte der Sportwagen für großes Aufsehen. Ein so sportliches Fahrzeug hatten Kunden und Fachleute allenfalls von BMW oder Porsche erwartet.

Goodbye SLS

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Mercedes besann sich damit auf seine Rennsporttugenden aus den 1950er Jahren. Der SLS sollte ein echter Supersportwagen werden und nicht ein Hochleistungs-Luxuswagen wie der Mercedes SLR, der sich bei den Motorsportfans nie durchsetzen konnte.

Goodbye SLS

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Angetrieben wurde der SLS AMG von einem V8-Frontmittelmotor mit zunächst 571 PS auf Basis des bekannten 6,3-Liter-Saugmotors. Die Fahrleistungen sind auf echtem Sportwagnniveau: Beschleunigung auf Tempo 100 in 3,8 Sekunden und eine Höchstgeschwindigkeit von 315 km/h.

Goodbye SLS

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Die Kraftübertragung übernahm ein komplett neu konstruiertes Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe, das mit vier Schaltprogrammen an verschiedene Fahrerbedürfnisse angepasst werden kann.

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Mercedes legte besonders viel Wert auf das Thema Leichtbau. Die Rohkarosse des SLS besteht aus einem 241 Kilogramm schweren Aluminium-Spaceframe. Trotzdem brachte der Standard-SLS 1,6 Tonnen auf die Waage - zu viel, um echten Sportlern wie Porsche 911 GT3 oder Ferrari 458 wirklich gefährlich zu werden. Als Reminiszenz an den alten 300 SL bekam der SLS jeweils 18 Kilogramm schwere Aluminium-Flügeltüren.

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Nach 1,25 Millionen Testkilometern ging der Mercedes SLS in Serie. Es folgten der Roadster (im Bild) sowie im Laufe der Produktionszeit nachbearbeitete Versionen mit 591 PS sowie zuletzt ein 631 PS starkes Black-Series-Modell angelehnt an die im Motorsport erfolgreiche GT3-Version.

Goodbye SLS

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Nicht mehr als ein grünes Feigenblatt wurde der Mercedes SLS electric drive, der in einer Kleinserie angeboten wurde.

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Quelle: AFP

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Nun ist der Mercedes SLS AMG bald Geschichte, nach einer letzten Auflage (im Bild auf der Tokio Motor Show) soll endgültig Schluss sein. Dann bleibt nur das Warten auf den neuen Mercedes GT, der allerdings keine Flügeltüren hat. Doch Mercedes hat Gerüchten zufolge bereits Pläne, wieder einen Flügeltürer zu bauen. Vielleicht dauert das dann weniger als 50 Jahre.

© Süddeutsche.de/pi/goro/reek
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