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Mercedes E-Klasse Cabrio:Ein Dach aus Luft

An einem Dach aus Luft fürs Cabrio arbeitet Mercedes schon lange. So versuchten die Aerodynamiker bereits 1991 beim A 124, der damaligen offenen E-Klasse-Variante, den Wind mit einem aufsteckbaren Windabweiser an der Frontscheibe über die Köpfen der Passagiere hinweg zu leiten.

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Denn mit dem üblichen Windschott waren die Stuttgarter vor allem bei den großen Cabriolets nie so richtig glücklich. Die angewinkelten Gitterkonstukte, die mehr oder wenig fummelig hinter den vorderen Sitzen eingespannt wurden und dabei regelmäßig die Innenverkleidungen zerschrammten, machten aus dem Vier- ebenso regelmäßig einen Zweisitzer. Sie erlaubten nicht einmal die Nutzung der hinteren Bank als Gepäckablage und versperrten die freie Rundumsicht. Zusammengepackt flogen sie meist im ohnehin schon spärlichen Kofferraum herum und lagen immer dann unter Gepäck vergraben, wenn man sie gerade brauchte. Andererseits waren sie gefragt: Rund 90 Prozent der Cabrio-Käufer ordern ein Windschott aus der Zubehörliste.

Mit AirCap hat die Fummelei nun ein Ende. Knopfdruck genügt - und der Fahrtwind ist gebändigt, der offene Viersitzer auch als Viersitzer nutzbar. Das System besteht aus zwei Komponenten. Einer um sechs Zentimeter ausfahrbaren Windlamelle mit Netz im Dachrahmen und einem kleinen Gitter zwischen den Kopfstützen der Rücksitze. Wird hinten ein Sicherheitsgurt angelegt, fahren die Kopfstützen mit dem Gitter hoch. Ein Druck auf den AirCap-Knopf fährt die Lamelle samt Netz aus. Verantwortlich dafür ist ein kleiner Elektromotor mit einem Durchmesser von 1,8 Zentimeter und einem Drehmoment von sechs Nm.

Im Stand und bei geschlossenem Dach lässt sich das Netz ebenfalls hochfahren und mit einem kräftigen Wasserstrahl von den eingesammelten Insekten reinigen. Mit rund 800 Euro extra schlägt AirCap in der Aufpreisliste zu Buche - in etwa doppelt so viel wie derzeit ein herkömmliches Windschott.

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