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Marktübersicht Vans:Praktischer geht's nicht

Clevere Vier-Meter-Autos, kompakte Siebensitzer und Familienkutschen im Transporterformat: Wer ein Auto mit viel Platz haben möchte, kommt an diesen Modellen nicht vorbei.

Von Thomas Harloff

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VW Touran

VW Touran

Quelle: WGO

In Zeiten manipulierter Motorsteuergeräte, geschönter Abgaswerte und zahlreicher Rochaden in der Führungsetage könnte man es fast vergessen: Volkswagen bringt weiterhin Autos auf den Markt, hin und wieder sogar völlig neue. Eines der aktuellsten VW-Modelle, der neue Touran, ersetzt den Kompaktvan schlechthin: Mit fast zwei Millionen verkauften Exemplaren seit 2003 fuhr er fast durchgängig an der Zulassungsspitze seines Segments. Doch nach mehr als zwölf Jahren Bauzeit war es trotz allen Erfolges und mehrfacher Auffrischungen an der Zeit, die erste Touran-Generation in den Ruhestand zu schicken.

Es ist ein Modellwechsel, wie er typisch ist bei VW. Optisch ändert sich nicht viel, bei den relevanten Daten legt er leicht zu und es gibt neue Ausstattungsmerkmale. Vor allem das Angebot an elektronischen Assistenzsystemen wächst, etwa mit der automatischen Distanzregelung samt Auffahrwarnung und Kollisionsschutz sowie Assistenten, die beim Überwachen des toten Winkels, Ein- und Ausparken und Fahren mit Anhängern helfen. Auf Wunsch gibt es sieben Sitze. Bei fünffacher Bestuhlung beträgt das Kofferraumvolumen bis zu 834 Liter, maximal sind 1980 Liter möglich. Die Motorenpalette umfasst je drei Benziner und Diesel, die Leistungswerte variieren zwischen 110 und 190 PS. Alle Triebwerke, und das ist wichtig zu erwähnen in diesen Tagen, erfüllen Werksangaben zufolge die Euro-6-Abgasnorm. Die Preise starten bei 23 350 Euro für den 110 PS starken Basis-Benziner.

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BMW 2er Gran und Active Tourer

BMW 2er Gran Tourer

Quelle: STG

Wer hätte vor wenigen Wochen gedacht, dass ein Weltkonzern wie Volkswagen einmal so tief in die Krise stürzt? Und wer hätte vor einigen Monaten gedacht, dass BMW tatsächlich einen Touran-Konkurrenten anbietet? Mit bis zu sieben Sitzen. Mit Vorderradantrieb. Und mit Dreizylindermotoren. Wie sich die Dinge ändern können, haben die letzten Wochen bewiesen. Genau wie BMW den Beweis angetreten hat, dass man in München in der Lage ist, vernünftige Vans zu bauen. Der 2er Gran Tourer überzeugt mit einem ordentlichen Platzangebot und einigen praktischen Lösungen, zum Beispiel längs verschiebbaren Rücksitzen, deren Lehnen in der Neigung verstellt werden können, oder Schienen an der Rückseite der Vordersitze, in die Klapptische eingeklinkt werden können. Und auf Wunsch gibt es eine dritte Sitzreihe.

Der Haken am großen 2er - und der Punkt, an dem er zum typischen BMW wird: Die meisten der praktischen Ausstattungsdetails muss man extra zahlen. Dabei sind schon die Einstiegspreise selbstbewusst. Die billigste Variante, der 216i mit 102 PS starkem Dreizylinder-Benziner, kostet mindestens 26 950 Euro. 50 000 Euro für den 2er Gran Tourer auszugeben ist kein Problem - zumindest dann, wenn einer der fast 200 PS starken Vierzylinder-Turbos als Antriebsquelle dient.

Etwas Geld - gut 1000 Euro, um genau zu sein - spart, wer zum 2er Active Tourer greift. Der ist etwas kleiner, verzichtet grundsätzlich auf die Sitzplätze sechs und sieben und bietet zwei Vorteile: Ihn gibt es sowohl mit 231 PS starkem Vierzylinder-Turbobenziner (225i) als auch mit Hybridantrieb, dessen Batterien an der Steckdose aufgeladen werden können (225xe mit 224 PS). Beide Antriebe werden vorerst wohl nicht im größeren Gran Tourer erhältlich sein.

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Ford S-Max

Ford S-Max

Quelle: JWO

Ein weiterer Neuzugang im Van-Segment ist der Ford S-Max, der in diesen Tagen zu den Händlern rollt. Wie bei den Kompaktvans üblich, finden auch im Kölner bis zu sieben Mitfahrer Platz. Der Innenraum erlaubt mit einklappbaren Sitzen in der zweiten und der optionalen dritten Reihe bis zu 32 verschiedene Sitz- und Laderaum-Konfigurationen. Analoge Instrumente haben ausgedient, stattdessen teilt ein Zehn-Zoll-Monitor alle relevanten Informationen mit. Ein Acht-Zoll-Display in der Mittelkonsole fungiert als zentrale Bedieneinheit.

Die meist optionalen Assistenzsysteme stockt Ford auf 16 auf. Neben verschiedenen Hilfen fürs Ein- und Ausparken, dem Tote-Winkel-Warner und Verkehrsschild-Erkennungssystem sowie Assistenten, um die Spur zu halten oder vor Müdigkeit zu warnen, befindet sich eine automatische Notbremsfunktion an Bord. Eine 180-Grad-Kamera hilft dem Fahrer, an unübersichtlichen Stellen den Überblick zu behalten. Um das hohe fahrdynamische Niveau des Vorgängers weiter zu steigern, hat Ford Lenkung und Fahrwerk des S-Max überarbeitet. Auf Wunsch gibt es nun auch Allradantrieb. Die sechs Benzin- und Dieselmotoren erfüllen die Euro-6-Abgasnorm, sollen im Schnitt sieben Prozent weniger Kraftstoff verbrauchen als bisher und decken ein Leistungsspektrum von 120 bis 240 PS ab. Billig ist der - immerhin auch in der Basis ordentlich ausgestatte neue S-Max allerdings nicht. Erst bei 30 150 Euro (1,5-Liter-Benziner mit 160 PS) geht es los.

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Ford Galaxy

Ford Galaxy

Quelle: SOM

Wenn die Plattform des neuen S-Max schon einmal da ist, war es aus Sicht der Entscheider bei Ford naheliegend, direkt den größeren Galaxy auf dessen Basis zu entwickeln. Der sieht dem Vorgänger, von der Front im aktuellen Markendesign einmal abgesehen, zwar sehr ähnlich, ist aber eine komplette Neuentwicklung. So hält nicht nur eine modernere Hinterachse Einzug, sondern auch einige elektronische Assistenzsysteme und eine Lenkung, die sich an die jeweilige Fahrsituation anpasst. Die drei Zweiliter-Turbodiesel mit 120, 150 und 180 PS wurden überarbeitet, der 210 PS starke Biturbo-Diesel ist komplett neu im Programm, wobei die mittleren Leistungsstufen mit Allrad kombiniert werden können - ein Novum beim Galaxy. Wer lieber Benzinmotoren mag, hat die Wahl zwischen einem 1,5-Liter-Vierzylinder-Turbo mit 160 PS und einem Zweiliter-Aggregat, das 240 PS leistet.

Was bleibt, sind die großzügigen Platzverhältnisse mit sieben Sitzen, von denen sich die beiden hinteren auf Knopfdruck im Boden versenken und die mittleren vor- und zurückschieben lassen. Das Kofferraumvolumen variiert zwischen 1206 (als Fünfsitzer) und 2339 Liter, wenn nur die vorderen Sitze stehenbleiben. Leider ist der Ford Galaxy beim Modellwechsel satte zehn Prozent teurer geworden. Er kostet jetzt mindestens 32 810 Euro.

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Renault Espace

Der neue Renault Espace auf dem Pariser Autosalon 2014.

Quelle: REUTERS

Eine der spannendsten Neuvorstellungen dieses Jahres ist der Renault Espace. Denn der einstige Trendsetter verfolgt nun ein völlig neues Konzept: Weg vom klassischen Van, hin zu einer automobilen Mixtur, der leichte Geländewagenanleihen mit dem Platzangebot und der Variabilität einer Großraumlimousine vereinen soll. Das hat den Designern neue Möglichkeiten eröffnet, und der Espace gehört fraglos zu den schöneren Vertretern seines Segments. Aber beim Thema Praxisnutzen macht der Franzose einen Rückschritt. Zwar gibt es auf Wunsch sieben Plätze, aber die hinteren Sitze lassen sich nicht mehr komplett ausbauen, sondern lediglich im Fahrzeugboden versenken. Auch deshalb sinkt das maximale Ladevolumen von 3000 auf 2040 Liter.

Die Rückschritte bei den typischen Van-Qualitäten gleicht Renault mit einer stilvollen Inneneinrichtung und einem neuen Touchscreen-Bedienkonzept aus. Darüber lässt sich das Ansprechverhalten von Motor, Getriebe, Lenkung und Fahrwerk ebenso steuern wie die Klimatisierung, die Innenraumbeleuchtung oder der Motorklang. Auch die Sitze können per Fingertipp auf den Monitor ein- und ausgeklappt werden. Außerdem hält modernere Technik Einzug: Drei Turbodiesel- und -benzinmotoren mit Leistungswerten von 130, 160 und 200 PS, einige Assistenzsysteme, Doppelkupplungsgetriebe und sogar eine Allradlenkung. Die Preise starten bei 33 550 Euro.

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VW Sharan

VW Sharan

Quelle: SOM

VW hätte dieses Jahr auch zum "Jahr des Vans" erklären können, denn die Renovierungsarbeiten im Segment der Familienfreunde haben auch vor dem Sharan nicht Halt gemacht. Der kam im Juli zwar nicht völlig neu auf den Markt, aber immerhin mit einem umfassenden Facelift. Das hat ihm vor allem weitreichende Vernetzungsmöglichkeiten eingebracht. Egal, welche Smartphones oder Tablets an Bord benutzt werden, sie können per Android Auto, Apple CarPlay, Mirror Link oder dem VW-eigenen System Car-Net in die Bordelektronik eingebunden werden. Fahrassistenzsysteme wie der automatische Abstandshalter mit dem Umfeldbeobachtungsassistenten Front Assist und einer City-Notbremsfunktion, eine Lenkautomatik beim Ein- und Ausparken oder die Tote-Winkel-Überwachung machen den Sharan darüber hinaus fit für die nächsten Jahre.

Fünf Motoren, zwei Benziner und drei Diesel decken ein Leistungsspektrum von 115 bis 220 PS ab. Was bleibt, ist die Option, den Sharan als Fünf-, Sechs- oder Siebensitzer zu konfigurieren, und das Design, das sich sowohl innen als auch außen nur unwesentlich geändert hat. Auch die praktischen Schiebetüren auf beiden Seiten übernimmt der Van vom Vorgänger. Preislich hält er einen deutlichen Abstand zum kleineren Touran; er startet bei 32 000 Euro (115-PS-Benziner).

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Seat Alhambra

Seat Alhambra

Quelle: SOM

Wenn der VW Sharan eine Auffrischung erhält, dann ist es fast logisch, dass auch der fast baugleiche Seat Alhambra davon profitiert. Da sich die Unterschiede zwischen beiden Autos auf einige optische Details beschränken, kommt auch der Spanier in den Genuss des neuen Infotainment-Systems mit vielfachen Konnektivitätsmöglichkeiten. Auch einige elektronische Assistenzsysteme übernimmt er vom deutschen Bruder, nur leider nicht die wichtigsten: Der Abstandsradar mit Front-Assist und Notbremsfunktion bleibt dem Sharan vorbehalten. Dafür gleichen sich die Motorenpaletten. Beim Preis erarbeitet sich der Alhambra einen kleinen Vorsprung, er ist bereits ab 29 965 Euro erhältlich.

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Honda Jazz

Honda Jazz

Quelle: STG

Gleichzeitig einer der aktuellsten und kleinsten Vans ist der Honda Jazz. Seit Ende September auf dem Markt, bietet der Japaner auf nur 3,99 Meter genug Platz für fünf Mitfahrer und deren Gepäck. Der Kofferraum fasst zwischen 354 und 1314 Liter, lässt sich aber variantenreich erweitern. Klappt man den Beifahrersitz nach hinten und die Rücksitzlehnen nach vorne, können bis zu 2,48 Meter lange Gegenstände eingeladen werden. Und stellt man die hinteren Sitzpolster auf wie bei einem Kinosessel, entsteht im Fond zusätzlicher Stauraum. Das ist praktisch, wenn man einen Flachbildfernseher, zusammengelegte Umzugskartons oder eine Zimmerpflanze transportieren möchte.

Viel weniger Variationsmöglichkeiten gibt es bei den Antrieben. Honda bietet bislang lediglich einen 1,3-Liter-Vierzylinder-Benziner mit 102 PS und maximal 123 Newtonmetern für den neuen Jazz an. Immerhin kann der entweder mit einer Sechsgang-Handschaltung oder einer stufenlosen CVT-Automatik kombiniert werden. Mit manuellem Getriebe ist der Minivan etwas schneller (190 statt 182 km/h Höchstgeschwindigkeit, 11,2 statt zwölf Sekunden von Null auf Hundert), es harmoniert auch besser mit dem Motor. Die Basisversion Trend für 15 900 Euro ist bereits ordentlich ausgestattet, wenn auch die teureren Varianten noch einige willkommene Komfort- und Technikmerkmale umfassen.

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VW T6

Der neue VW T6.

Quelle: WGO

Am ganz anderen Ende des Van-Spektrums wartet der ebenfalls aufgefrischte VW Transporter, der in seiner Multivan-Variante längst zum Luxus-Familienmobil aufgerüstet werden kann, auf Käufer. Zwar trägt der Bulli nun offiziell die Bezeichnung T6, aber statt eines völlig neuen Modells handelt es sich dabei lediglich um ein etwas umfangreicheres Facelift. Entsprechend klein sind die optischen Änderungen, die sich vor allem an der Front niederschlagen. Platz bietet der große VW weiterhin im Überfluss und gegen Aufpreis eine Innenraumvariabilität, die etliche Sitzkonfigurationen möglich macht. Insgesamt sechs Motoren, zwei Benziner und vier Diesel stehen zur Wahl, das Leistungsspektrum reicht von 84 bis 204 PS. Für Menschen mit knappem Budget kommt jedoch nur die 84-PS-Version in Minimalistenausstattung infrage: Nur diese bleibt unter der 30 000-Euro-Grenze.

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Mercedes V-Klasse

Die Mercedes V-Klasse

Quelle: adm

Von mühsam zum Familienvan transformierten Nutzfahrzeugen und Lieferwagen einmal abgesehen, ist die Mercedes V-Klasse der einzige echte Konkurrent des VW Multivan. Der Schwabe will den Niedersachsen beim Komfort, der Fahrdynamik und den Assistenzsystemen ausstechen. Dafür verfügt er über ein hochwertig gestaltetes Cockpit, einen Schalter, der das Temperament des Autos von ökologischer Gemütlichkeit bis möglichst dynamisch reguliert, und viel Technik. Es gibt Systeme für das Überwachen des Abstandes, der Verkehrszeichen, der näheren Umgebung des Autos sowie automatisches Einparken und Notbremsen. Es gibt auch einen Seitenwind-Assistenten, der das Auto bei starken Böen stabilisiert.

Von den bis zu acht Sitzen lassen sich die der beiden hinteren Reihen umklappen oder ausbauen, wobei Letzteres angesichts des Gewichtes von 28 Kilogramm eine mühsame Angelegenheit ist. Doch das kann sich für Hobby-Spediteure durchaus lohnen, schließlich gibt die in drei Radständen und Längen zwischen 4,90 Meter und 5,37 Meter erhältliche V-Klasse dann ein bis zu 4630 Liter großes Ladeabteil frei. Hinzu kommen praktische Details wie eine Heckscheibe, die sich separat öffnen lässt. Als Antriebsquelle dient ein 2,2-Liter-Vierzylinder-Dieselmotor, der entweder 136, 163 oder 190 PS leistet. Die Topversion gibt es nur mit Siebengang-Automatik, genau wie die Allradvarianten. Die Preise starten bei 43 411 Euro für die kurze V-Klasse mit 136-PS-Diesel und Sechsgang-Handschaltung.

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Ford C-Max

Ford C-Max

Quelle: JWO

Viele Hersteller bieten nicht nur einen Van an, sondern haben die praktischen Familienautos in mehreren Größen im Programm. Beispiel Ford, das neben dem S-Max auch noch den kleineren C-Max im Portfolio hat. Der wurde kürzlich ebenfalls umfangreich überarbeitet, wobei die Anpassungen an das aktuelle Familiendesign nicht die prägnantesten Änderungen sind. Schon eher die neuen Motoren, die der wahlweise als Fünf- und Siebensitzer mit Schiebetüren (Grand C-Max) erhältliche Minivan bekommt: Zum bekannten Einliter-Dreizylinder-Turbobenziner mit 100 und 125 PS gesellt sich ein neuer 1,5-Liter-Vierzylinder, der dank Turboaufladung 150 oder 182 PS leistet. Neu ist auch der 1,5-Liter-Turbodiesel mit 95, 105 oder 120 PS.

Zudem finden einige Assistenzsysteme des neuen S-Max ihren Weg in den kleinen Bruder. Das verwirrende Bedienkonzept hat Ford vereinfacht, die mit Tasten und Schaltern überfrachtete Mittelkonsole entschlackt. Zudem bietet der C-Max nun mehr Ablagen im Innenraum. Der Einstiegspreis liegt bei 18 850 Euro. Dafür gibt es den fünfsitzigen C-Max allerdings nur mit dem betagten 85 PS starken 1,6-Liter-Vierzylinder-Benziner. Der Siebensitzer kostet 1500 Euro Aufpreis.

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Ford B-Max

Ford B-Max

Quelle: STG

Den Einstieg in Fords Van-Angebot markiert der nur 4,08 Meter lange und mindestens 15 950 Euro teure B-Max. Mit maximal fünf Sitzen und einem Kofferraumvolumen von 318 bis 1386 Liter eignet sich der Kölner bestens für Familien mit einem Kind. Ein echter Clou sind die hinteren Schiebetüren, durch deren ausgeklügelte Konstruktion der Ford-Van auf eine konventionelle B-Säule verzichten kann. Das erleichtert den Einstieg in den Fond. Auch das ausgewogene Fahrwerk weiß zu gefallen - im Gegensatz zum verwirrenden Bedienkonzept.

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Renault Scénic

Renault Grand Scénic

Quelle: Renault

Neben dem neuen Espace bietet Renault noch einen Van klassischer Machart an, den Scénic. Reicht ein Fünfsitzer, kann man zur kurzen Version greifen, die mit 115 PS starkem 1,2-Liter-Benzinmotor bei 19 290 Euro startet. Die Basisversion Authentique ist zwar überschaubar ausgestattet, bietet aber immerhin die Möglichkeit, die Rücksitze um 15 Zentimeter in der Länge zu verschieben oder ganz auszubauen. Dann wächst der Kofferraum von 470 auf 1870 Liter. Wer mehr Leistung und/oder einen Dieselmotor möchte, muss zu den teureren Ausstattungslinien greifen. Den Top-Diesel mit 130 PS gibt es gar nur in der Topausstattung Bose Edition, die mindestens 28 100 Euro kostet.

Sollen es sieben Sitze und ein größerer Kofferraum sein, steht der 20 Zentimeter längere und jeweils 1200 Euro teurere Grand Scénic (Foto) zur Wahl. Die beiden Extrasitze kosten 700 Euro Aufpreis und lassen sich im Ladeboden versenken, wenn sie nicht gebraucht werden. Sie sind aber erst ab der mittleren Ausstattungslinie Limited erhältlich, die ab 23 050 Euro zu haben ist. Zu den Vorteilen beider Scénic-Varianten gehört das komfortabel abgestimmte Fahrwerk. Die Käufer des französischen Kompaktvans müssen jedoch mit einer geringen Auswahl an Motoren und Assistenzsystemen leben.

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Dacia Lodgy Stepway

Dacia Lodgy Stepway auf dem Pariser Autosalon 2014.

Quelle: AFP

Und Renault hat zwei weitere Vans im Programm, auch wenn sie unter der Marke Dacia firmieren. Den Lodgy haben die Rumänen kürzlich aufgefrischt - allerdings nicht mit einem Facelift, sondern mit Offroad-Schmuck. Wie schon der Kompaktwagen Sandero trägt der Lodgy Stepway Kunststoffplanken an Radläufen und Stoßfängern, dazu an Front und Heck je einen angedeuteten Unterfahrschutz. Frische Farben für Karosserie, Felgen, Kühlergrill und Innenraum runden das Neustyling ab. Technisch unterscheidet sich die Stepway-Version nicht von der konventionell gestalteten Variante, sie greift also auch auf dessen Motorenpalette zurück.

Während der Lodgy Stepway nur mit dem 110-PS-Benziner und dem 115-PS-Diesel erhältlich ist und deshalb mindestens 14 290 Euro kostet, bleibt die Normalausführung der Preisbrecher im Van-Segment. Das 100 PS starke Einstiegsmodell für 9990 Euro bietet allerdings nur eine sehr karge Ausstattung. Doch selbst als 16 390 Euro teures Topmodell mit dem ordentlichen 110 PS starken Diesel ist der Lodgy ein Sonderangebot. In der Basisversion verfügt er über fünf Sitzplätze, doch die dritte Bank kostet nur 590 Euro extra. Für ein mit 4,50 Meter gar nicht mal so langes Auto bietet der Rumäne exzellente Platzverhältnisse, besonders im Kofferraum. Als Siebensitzer fasst er 207 Liter, als Fünfsitzer 827 Liter, maximal passen 2617 Liter hinein. Allerdings ist der Ein- und Ausbau des Gestühls eine mühsame Prozedur, die aufgrund einiger scharfer Kanten ein Verletzungsrisiko birgt.

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Citroën C4 Picasso

Citroen Grand C4 Picasso

Quelle: GREG; Citroen

Das Van-Segment ist traditionell eine französische Domäne. Entsprechend stark ist Citroën in dieser Klasse vertreten. Den C4 Picasso bietet der Hersteller in einer Kurz- und einer Langversion (Foto) an, wobei das Längenwachstum um 17 Zentimeter auf knapp 4,60 Meter vor allem ganz hinten spürbar ist. Einerseits durch die Möglichkeit, für 700 Euro extra eine dritte Sitzreihe im Heck unterzubringen, andererseits durch den um 108 auf 645 Liter vergrößerten Kofferraum, wenn der Grand C4 Picasso als Fünfsitzer genutzt wird. Nachteil der größeren Variante: Sie ist mit mindestens 22 640 Euro für den 130 PS starken Basis-Benziner 1000 Euro teurer als ihr kürzerer Modellbruder.

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Fiat Freemont

Fiat Freemont

Quelle: HBA

Der Fiat Freemont ist ein Wanderer zwischen den Welten. Nicht nur, weil er eine Mixtur aus Van und SUV ist, sondern auch, weil es sich dabei um einen umetikettierten Dodge Journey handelt. Fiat hat sich jedoch sichtlich Mühe gegeben, dem Amerikaner bei der Umwandlung in einen Europäer mehr Stil zu verleihen. Der Innenraum ist hochwertiger als beim Konzernbruder und die Schalter sind übersichtlicher angeordnet. Dank seines Radstandes von 2,89 Meter bietet er in den ersten beiden Reihen viel Platz. Die Sitze sechs und sieben sind dagegen nur Kindern zuzumuten und lassen den Kofferraum auf 136 Liter schrumpfen. Verschwinden sie im Boden, ergibt sich ein bis zu 1461 Liter großes Gepäckabteil mit ebenem Ladeboden.

Der Freemont ist mit mindestens 28 690 Euro nicht billig, bringt für das Geld aber einen 140 PS starken Dieselmotor und eine reichhaltige Serienausstattung mit vielen Ablagen, drei Sitzreihen, Dreizonen-Klimaautomatik und Tempomat mit.

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Lancia Voyager

Lancia Voyager

Quelle: SOM

Beim Lancia Voyager verhält es sich ähnlich wie mit dem Fiat Freemont: Eigentlich ist der Van ein Chrylser Town & Country beziehungsweise Dodge Grand Caravan, aber in Ermangelung einer eigenen Großraumlimousine bietet der Fiat-Konzern das aufgehübschte US-Modell mit anderem Markenlogo auch in Europa an. Das Platzangebot ist die große Stärke des Italo-Amerikaners, der entweder sieben großzügig geschnittene Sitzplätze oder ein Stauvolumen von bis zu 4100 Liter bietet.

Voyager-Käufer können zwischen zwei Motoren wählen. Als Basistriebwerk dient ein 177 PS starker Diesel, darüber rangiert ein 283 PS starker V6-Benziner. Ungewöhnlich: Trotz des großen Leistungsunterschiedes kosten beide Varianten mit mindestens 38 490 Euro gleich viel. Ein stolzer Preis, für den es aber ein geräumiges Auto mit sehr reichhaltiger Serienausstattung gibt.

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Kia Carens

Kia Carens

Quelle: SOM

Kia ist mit dem Carens im Van-Segment vertreten. Wie bei den meisten Konkurrenten lautet auch beim Koreaner das Motto: Entweder sieben Sitze oder Kofferraum. Sind die beiden Plätze der 750 Euro teuren dritten Sitzreihe ausgeklappt, stehen nämlich lediglich 103 Liter für das Gepäck zur Verfügung. Bei normaler Bestuhlung für fünf Passagiere sind es immerhin 536, bei Wegklappen der zweiten und dritten Reihe bis zu 1694 Liter. Zusätzlich kann der Beifahrersitz nach vorne geklappt werden, wodurch sich bis zu 2,15 Meter lange Gegenstände im Innenraum unterbringen lassen.

Kaum Auswahl gibt es bei den Motoren: Für 19 990 Euro (Basisausstattung "Attract" mit elektrischen Fensterhebern vorne und hinten, manueller Klimaanlage und Abbiegelicht) gibt es einen 1,6-Liter-Benziner mit 135 PS. Die Turbodiesel-Alternative mit 141 PS kostet mindestens 24 190 Euro und kann für einen Aufpreis von 1750 Euro mit einem automatischen Sieben-Gang-Doppelkupplungsgetriebe kombiniert werden.

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Nissan Note

Nissan Note

Quelle: WGO

Einer der kleinsten, mit einem Grundpreis von 13 990 Euro aber gleichzeitig günstigsten Vans ist der Nissan Note. Der soll laut eigener Marketingabteilung zwar keiner mehr sein, bietet aber genug Platz und Variabilität, um als Micro-Van durchzugehen. Der Kofferraum des nur 4,10 Meter langen Japaners bietet dank einer längs verschiebbaren Rücksitzbank ein Ladevolumen von 325 bis 411 Liter, bei umgelegten Fondsitzen können 1495 Liter Gepäck verstaut werden.

Die Kleinwagengene merkt man dem Note an anderen Stellen an. Zum Beispiel im mit viel Hartplastik ausstaffierten Innenraum oder bei den Motoren. Die beiden Benziner und der Diesel decken ein Leistungsspektrum von 80 bis 98 PS ab und sind nicht gerade die muntersten Vertreter ihrer Zunft.

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Opel Meriva

Opel Meriva

Quelle: STG

Der Meriva, kleinster Van im Opel-Portfolio, punktet mit einem guten Raumangebot und ansprechenden Fahrleistungen. Je nach Fondbestuhlung bietet der Kofferraum zwischen 400 und 1500 Liter Fassungsvermögen. Ob man die gegenläufig öffnenden Türen zu schätzen weiß, bleibt eine Frage des persönlichen Geschmacks. Positiv fällt der geringe Einstandspreis von 16 435 Euro für den 100 PS starken 1,4-Liter-Basisbenziner auf. Selbst das Topmodell, der 1.6-CDTI-Diesel mit 136 PS und in der höchsten Ausstattungslinie "Innovation", bleibt mit einem Preis von 25 670 Euro finanziell im Rahmen. Verwunderlich ist dagegen, dass nur zwei der insgesamt sieben angebotenen Motoren mit einem Automatikgetriebe kombiniert werden können.

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Opel Zafira Tourer

Opel Zafira Tourer

Quelle: SOM

Mit dem Zafira Tourer steht neben dem Meriva ein deutlich größerer Opel-Van in den Schauräumen der Händler. Der Zafira bietet auf Wunsch sieben Sitze, einen variablen Innenraum und den mit einem Fassungsvermögen von 152 bis 1860 Liter größeren Kofferraum. Die beiden Extrasitze kosten zwar 700 Euro Aufpreis, doch angesichts des günstigen Basispreises von 21 950 Euro ist das verschmerzbar. Sehr umfangreich ist das Motorenangebot. Die vier Benziner leisten zwischen 120 und 200 PS, beim Diesel-Quartett reicht das Spektrum von 120 bis 170 PS. Hinzu kommt je eine Motorvariante mit Erd- und Autogas.

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Toyota Verso und Verso-S

Toyota Verso

Quelle: JWO

Auch bei Toyota befindet sich ein Van in der Modellpalette, der als Siebensitzer genutzt werden kann. Der Kofferraum schrumpft in diesem Fall auf 178 Liter. Nutzt man den Japaner dagegen eher zum Transport von Ladung statt Personen, beträgt das Fassungsvermögen maximal 1740 Liter. Die günstigste Modellvariante ist der 132 PS starke 1,6-Liter-Benziner für 21 200 Euro, der billigste Diesel mit 112 PS kostet 23 550 Euro. Beide Versionen sind ordentlich ausgestattet, aber wer einen anderen Motor und etwas mehr Komfort möchte, muss mindestens zur mittleren Life-Ausstattung greifen. Doch selbst dann ist das Angebot an Assistenzsystemen überschaubar, hier sind dem Verso viele Konkurrenten enteilt.

Deutlich abgespeckt in puncto Platz, Ausstattung und Variationsmöglichkeiten zeigt sich der kleinere Verso-S. Es gibt nur zwei Motoren, einen 90-PS-Diesel und einen 99-PS-Benziner, und maximal fünf Sitzplätze, aber dafür einen Kofferraum der mit einem Volumen von 430 bis 1388 Liter recht groß ist für ein nicht einmal vier Meter langes Auto. Die Preise starten bei 15 400 Euro, doch wer wenigstens ein Radio und eine manuelle Klimaanlage möchte, sollte 1250 extra zahlen und zur nächsthöheren Cool-Ausstattung greifen.

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VW Golf Sportsvan

VW Golf Sportsvan

Quelle: WGO

Im Zuge der Komplettrenovierung von Volkswagens Van-Palette geriet der Golf Sportsvan fast in Vergessenheit. Dabei ist der Fünfsitzer erst seit dem vergangenen Jahr auf dem Markt. Mit 4,43 Meter ist er acht Zentimeter länger als ein normaler Golf und deutlich schnittiger gestaltet als sein Vorgänger Golf Plus.

Seine Innenraum-Variabilität beschränkt sich allerdings auf um 18 Zentimeter in Längsrichtung verschieb- sowie umklappbare Rücksitze. Das Kofferraumvolumen variiert zwischen 500 und 1520 Liter.

Eine Stärke des Golf Sportsvan liegt in der umfangreichen Auswahl an elektronischen Fahrassistenten und Motoren. Allerdings verlangt VW für Technologien wie die Verkehrszeichenerkennung, den Spurhalteassistenten und den Totwinkelwarner, der beim Ausparken den kreuzenden Verkehr überwacht und notfalls bremst, teils happige Aufpreise. Gleiches gilt für stärkere Motoren: Nur mit dem 85 PS starken Basistriebwerk bleibt der Van unter der 20 000-Euro-Marke.

© SZ.de/harl/sks/beu/dd
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