Marktübersicht:Geräumige Kombis für wenig Geld

Platz für fünf Personen, 600 Liter Kofferraumvolumen, und das für nur etwa 20 000 Euro? Genau das bieten diese Autos - allen voran der neue Hyundai i30 Kombi.

Von Thomas Harloff

Hyundai i30 Kombi

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(Foto: Hyundai Motor Corp.)

Hyundai verspricht sich viel vom neuen i30. Er soll der nächste Beleg dafür sein, dass die Koreaner die Billiganbieter-Zeit längst hinter sich gelassen haben - und auch qualitätsbewusste Golf- oder Astra-Fahrer zum Umstieg bewegen können. Dazu bedarf es eines geräumigen Kombis - und der feiert nun auf dem Genfer Autosalon Weltpremiere. Er ist fast 4,59 Meter lang und überragt damit die fünftürige i30-Limousine um etwa einen Viertelmeter. Davon profitiert der Kofferraum. Der fasst im Normalzustand 602 Liter und kann durch Umklappen der Rücksitzlehnen auf 1650 Liter erweitert werden. Ein VW Passat Variant fasst kaum mehr. Die drei Benzin- und zwei Dieseltriebwerke leisten zwischen 100 und 140 PS, einzelne Motorvarianten lassen sich gegen Aufpreis mit einem Sieben-Gang-Doppelkupplungsgetriebe statt einer manuellen Sechs-Gang-Schaltung kombinieren. Einige elektronische Sicherheitssysteme wie eine City-Notbremsfunktion, ein Abstandsregeltempomat und weitere Assistenten sind serienmäßig an Bord. Zusätzliche Funktionen gibt es gegen Aufpreis - genau wie einen acht Zoll großen Touchscreen, mit dem verschiedene Funktionen einziehen, die den i30 Kombi mit dem Smartphone interagieren lassen. Im Juli kommt er auf den Markt. Die Preise stehen noch nicht fest, dürften aber unter der 20 000-Euro-Grenze starten.

Opel Astra Sports Tourer

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(Foto: Adam Opel AG)

Der Astra Sports Tourer schafft es, den Hyundai in der Länge um fast zwölf Zentimeter zu übertreffen und trotzdem einen kleineren Kofferraum zu bieten. Zwischen 540 und 1630 Liter fasst das Gepäckabteil des Opel-Kombis. Schlecht ist das freilich nicht, zumal der Innenraum auch sonst recht geräumig ist. Außerdem ist er nett eingerichtet, sicher zu bedienen und weit vorn dabei, wenn es darum geht, die Funktionen von Mobiltelefonen ins Auto zu holen. Die größte Stärke des Astra Sports Tourers ist sein Variantenreichtum. Opel-Kunden können aus neun Motoren und fünf Ausstattungslinien wählen. Zwar ist nicht jedes der fünf Otto- und vier Dieseltriebwerke mit jeder Ausstattung kombinierbar, dennoch dürfte sich das passende Angebot leicht konfigurieren lassen. Sparsame greifen für 18 260 Euro zum 100-PS-Basisbenziner in der Selection-Variante. Für Vielfahrer bieten sich die 1,6-Liter-Selbstzünder mit 110 oder 136 PS an. Wer einen leistungsstarken Motor wünscht, hat die Wahl zwischen einem 160 PS starken Biturbo-Diesel oder einem Benzinaggregat mit 200 PS.

VW Golf Variant

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(Foto: Volkswagen AG)

Kombi-Käufer, die den gelungenen Kompromiss suchen, landen nicht von ungefähr häufig beim VW Golf Variant. Der erhielt kürzlich eine umfangreiche Auffrischung, die sich nicht nur in einem geänderten Design und neuen Farben niederschlägt. Es gibt modernisierte Infotainmentsysteme mit größeren Touchscreens und Gestensteuerung, weitere Online-Services und Assistenzsysteme. Hinzu kommt mit dem 1.5 TSI Evo, der mit Leistungswerten von 130 beziehungsweise 150 PS und Zylinderabschaltung glänzt, ein völlig neuer Motor. Seine Kombi-Qualitäten hat sich der Golf Variant beim Facelift bewahrt. Bei knapp 4,57 Meter Außenlänge schluckt sein Kofferraum zwischen 605 und 1620 Liter. Dafür müssen Volkswagen-Kunden aber mehr Geld ausgeben als bei der Konkurrenz: Mindestens 21 575 kostet die Kombiversion des Golf neuerdings. Dafür gibt es einen Einliter-Benziner mit 110 PS. Die gleichstarke Erdgas-Variante kostet mindestens 25 225 Euro. Der preisgünstigste Diesel (115 PS) steht mit 24 150 Euro in der Preisliste, für 32 475 Euro gibt es den Golf Variant GTD mit 184 PS. Für gelegentliche Rennstreckenausflüge eignet sich die R-Version mit 310 PS starkem Vierzylinder-Benziner und Allradantrieb, die mindestens 44 800 Euro kostet. Die auf kernig getrimmte, mindestens 33 200 Euro teure Alltrack-Variante mit Plastikplanken, höhergelegtem Fahrwerk und Allradantrieb rundet das breitgefächerte Angebot ab.

Škoda Octavia Combi

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(Foto: Skoda Auto Deutschland GmbH)

Ebenfalls frisch geliftet rollt das Golf-Schwestermodell Škoda Octavia in diesen Tagen zu den Händlern. Der Hersteller bezeichnet die Baureihe als "Herz und Motor" des Unternehmens und meint damit vor allem den Combi, für den sich in Deutschland deutlich mehr Octavia-Käufer entscheiden als für die fünftürige Limousine. Bei der jüngst erfolgten Modellpflege gingen die Tschechen ähnlich vor wie die Wolfsburger: Es gibt ein anderes Design für Front und Heck, neue Funktionen für die Bediensysteme und ein aufgestocktes Angebot an elektronischen Fahrassistenten. Bis auf einzelne Aggregate übernimmt der Octavia Combi die Benzin-, Diesel- und Erdgasmotoren vom Golf. Allradantrieb ist auch verfügbar, allerdings nicht für die RS-Sportversionen mit 184 (Diesel), 230 oder 245 PS (Benziner). Wer lieber ins Unterholz als auf die Rennstrecke abbiegt, dürfte sich für die Scout-Version mit Offroadoptik, einem Fahrwerk mit längeren Federwegen und vier angetriebenen Rädern interessieren. Allen Varianten gemeinsam ist der größte Kofferraum dieser Klasse: 610 bis 1740 Liter, so viel bietet kein anderer Kompakt-Kombi. Dabei bleiben die Preise im Rahmen, auch wenn das 18 150 Euro teure Basismodell lediglich mit einem 86 PS starken 1,2-Liter-Benziner ausgerüstet ist.

Seat Leon ST

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(Foto: Seat)

Eine grundlegende Überarbeitung hat der Seat Leon ST bereits hinter sich. Die spanische Interpretation des Themas "kompakter Kombi auf Basis einer Volkswagen-Plattform" setzt ebenfalls auf die bewährte Dreiteilung: Den normalen Leon-Kombi bietet Seat ab 16 640 Euro mit vielen verschiedenen Benzin- und Dieselmotoren und fünf Ausstattungslinien an. Hinzu kommt der mindestens 24 590 Euro teure X-Perience, der die Rolle des Leon ST mit Offroadpaket spielt. Die ab 35 520 Euro erhältliche Sportversion nennt sich Cupra 300, wobei diese Zahl mit der PS-Leistung des Zweiliter-Vierzylinder-Benziners übereinstimmt. Verglichen mit seinen Konzerngeschwistern sprechen das hübschere Design und die kompaktere Karosserie für den Spanier. Allerdings wirkt sich beides negativ auf das Kofferraumvolumen aus: Im Standardzuschnitt ist das 587 Liter große Gepäckabteil kaum kleiner als beim VW Golf Variant und Škoda Octavia Combi, aber beim Maximalvolumen (1470 Liter) fehlt einiges.

Fiat Tipo Kombi

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(Foto: FCA Group)

Etwas übersichtlicher ist das Angebot beim Fiat Tipo Kombi. Für den Italiener stehen je zwei Benzin- und Dieselmotoren mit 95 und 120 PS zur Verfügung, hinzu kommt ein 110 PS starker Ottomotor, den es nur in Kombination mit einem Automatikgetriebe gibt. Je nach Leistungsstufe kann man zwischen zwei und drei Ausstattungslinien wählen. Für 15 990 Euro gibt es den schwächeren Benziner mit der kargen Pop-Ausstattung. Wer das gute Infotainmentsystem Uconnect samt zentralem Fünf-Zoll-Touchscreen und einige andere Selbstverständlichkeiten möchte, muss mindestens 1000 Euro zusätzlich für die Easy-Variante ausgeben. Aber welche Ausstattung man auch wählt: An elektronischen Assistenzsystemen und modernen Konnektivitätslösungen mangelt es dem Fiat Kombi. Dafür überzeugt er mit typischen Kombiqualitäten. 550 Liter Ladung passen bei stehenden Rücksitzlehnen hinein. Sind diese umgeklappt, ergibt sich ein Kofferraum mit fast ebenem Ladeboden, der bis zu 1,80 Meter lange Gegenstände und insgesamt 1650 Liter fasst.

Dacia Logan MCV

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(Foto: Dacia)

Dacia frischte kürzlich sein halbes Modellprogramm auf, davon profitierte auch der Logan MCV. Die optischen Änderungen fallen dezent aus und beschränken sich auf neue Scheinwerfer, anders gestaltete Radkappen und mattschwarze Säulenverkleidungen in der Topausstattung. Wichtigste technische Neuerung ist der Basismotor mit einem Liter Hubraum und 73 PS, mit dem es den Logan MCV in der Basisausstattung Essentiel bereits ab 7990 Euro gibt. Wer eine der fünf anderen, allesamt 90 PS starken Antriebsvarianten - darunter Benzin-, Diesel- und Erdgasmotoren - haben möchte, muss mindestens 10 890 Euro zahlen. Natürlich erfordert ein so günstiges Auto an mancher Stelle Eingeständnisse. So erschöpft sich das Angebot an elektronischen Fahrhilfen bereits mit ESP, ABS und einem Bremsassistenten. Immerhin gibt es für geringe Aufpreise einen sieben Zoll großen Touchscreen samt Navigationssystem, eine Einparkhilfe mit Rückfahrkamera und einen Tempomaten. Außerdem haben sich Dacias Innenraumdesigner bemüht, das Cockpit etwas moderner und hochwertiger aussehen zu lassen, indem sie etwa der Topausstattung Lauréate ein paar Chrom-Accessoires spendierten. Was bleibt, ist der ausladende, zwischen 573 und 1680 Liter große Kofferraum.

Renault Mégane Grandtour

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(Foto: Renault)

Der mindestens 17 790 Euro teure und fast 4,63 Meter lange Renault Mégane Grandtour ist nicht nur deutlich kostenintensiver, sondern auch weniger geräumig als der günstige Konzern-Verwandte - zumindest im Kofferraum. Dieser fasst zwischen Rücksitzlehnen, Fensterunterkante und Heckklappe lediglich 521 Liter, bei umgeklappten Sitzen und dachhoher Beladung sind es 1504 Liter. Er spielt lieber die Rolle des Schönlings, der einen souveränen Mix aus Fahrkomfort und -dynamik findet. Auf Letzteres soll sich die mitlenkende Hinterachse, über die das GT-Topmodell serienmäßig verfügt und die in diesem Segment einzigartig ist, positiv auswirken. Motorenseitig beginnt der Mégane Grandtour erst da, wo der Logan MCV bereits aufhört. 90 PS leistet die schwächste Version, ein Diesel. Auf 205 PS bringt es der erwähnte GT als Benziner, die Dieselversion ist immerhin 165 PS stark - beide klettern über die 30 000-Euro-Marke. Das Angebot an Assistenzsystemen und Konnektivitätslösungen ist umfangreich, wenn auch vieles davon Aufpreis kostet. Zum Beispiel der hochformatige, 8,7 Zoll große Touchscreen, der die Bedienlogik von Smartphones und Tablets ins Auto überträgt. Oder das Multi-Sense-Programm, das nicht nur vier vorprogrammierte Fahrmodi enthält, sondern in dem auch eine eigene Abstimmung gewählt werden kann.

Renault Clio Grandtour

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(Foto: Renault)

Eine Nummer kleiner - 4,27 Meter, um genau zu sein - ist der Clio Grandtour. Darin bringen die Renault-Ingenieure einen Kofferraum unter, der im Normalzustand 443 Liter und bei umgeklappten Rücksitzen 1380 Liter fasst. Das ist zwar etwas weniger als bei den Kombi-Vertretern der Kompaktklasse, die auch im Fond spürbar geräumiger sind. Dafür ist der Franzose ziemlich schick - erst recht nach der Modellpflege im vergangenen September - und günstig. Die 73 PS starke Basisversion startet bei 13 990 Euro. Wer wenigstens 90 PS haben möchte, muss zur mittleren "Limited"-Ausstattung greifen und zahlt mindestens 16 190 Euro. Der 118 PS starke Top-Benziner kostet 17 390 Euro, der stärkste Diesel mit 110 PS ist für 20 790 Euro erhältlich.

Peugeot 308 SW

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(Foto: STG)

Besonders viel Gepäck steckt der Peugeot 308 SW weg. Inklusive der Ablagen unter dem Ladeboden stehen zwischen 610 und 1660 Liter Kofferraumvolumen zur Verfügung. Kommod reisen die Passagiere in der zweiten Reihe, wo es dank des langen Radstandes von 2,73 Meter viel Platz für die Beine gibt. Das Cockpit hat Peugeot mit einem neuen Bedienkonzept samt zentral platziertem Touchscreen zwar verbessert, aber noch nicht perfektioniert. Das sehr kleine Lenkrad und die darüber positionierten Instrumente bereiten groß gewachsenen Fahrern Probleme beim Ablesen. Die Preise starten bei 19 700 Euro. Dafür gibt es eine magere Serienausstattung, einen 1,2-Liter-Dreizylinder-Turbobenziner mit 110 PS und ein wenig zeitgemäßes Fünfgang-Schaltgetriebe. Für 1300 Euro extra bietet Peugeot derzeit eine Winter-Edition des 308 SW an, deren Motor 130 PS leistet und Getriebe über sechs Vorwärtsgänge verfügt - eine deutlich harmonischere Kombination.

Škoda Fabia Combi

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(Foto: Skoda Auto Deutschland GmbH)

Was der Octavia bei den Kompakten ist, ist der Škoda Fabia Combi bei den Kleinwagen: der geräumigste Vertreter seiner Klasse. Der Kofferraum fasst zwischen 530 und 1395 Liter - so viel bietet mancher Mittelklasse-Kombi nicht. Darüber hinaus vereinfachen zahlreiche Ablagen, Halterungen und weitere clevere Details den Umgang mit dem VW-Polo-Ableger. Im Zuge einer kleinen Modellauffrischung ordnet Škoda von Juni an die Motorenpalette neu. Basis-Triebwerk bleibt ein Einliter-Dreizylinder-Benziner mit 75 PS, mit dem der Fabia Combi mindestens 13 450 Euro kostet. Darüber rangiert ein gleichgroßer Turbomotor, den es in zwei Leistungsstufen (95 und 110 PS) gibt. Der neue 1,4-Liter-Dreizylinder-Turbodiesel bringt es entweder auf 90 oder 105 PS. Als Schnittstelle zwischen Auto und Smartphone dienen die neuen Škoda-Connect-Funktionen. Elektronische Sicherheitssysteme gibt es auch, darunter ein Frontradar mit City-Notbremsfunktion und einen Tempomaten, der automatisch den Abstand zum Vorausfahrenden hält.

Škoda Rapid Spaceback

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(Foto: Skoda Auto Deutschland GmbH)

Ein Grenzgänger zwischen Klein- und Kompaktwagenklasse ist der ab 15 590 Euro erhältliche Škoda Rapid Spaceback. Auch er hat hinten eine große Klappe, doch obwohl er vier Zentimeter länger ist als der Fabia Combi, ist sein Kofferraum kleiner als beim Markenbruder. Im Normalzustand 415 Liter groß, kann das Gepäckabteil auf 1380 Liter erweitert werden. Dafür haben vier Erwachsene im Fahrgastraum bequem Platz - der Fabia ist hier enger. Die Motorenpalette des Rapid Spaceback bietet etwas stärkere Triebwerke als die des Fabia. Die Vierzylinder-Benziner mit Turboaufladung leisten 90, 110 und 125 PS. Die Turbodiesel sind 90 und 116 PS stark.

Ford Focus Turnier

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(Foto: Ford)

Der größte Pluspunkt des Focus Turnier ist sein Variantenreichtum. Ford bietet nicht weniger als zwölf Motoren für seinen Kompakt-Kombi an: Sechs Benziner decken ein Leistungsspektrum von 85 bis 250 PS ab. Die Bandbreite bei den Dieseln reicht von 95 bis 185 PS, wobei die jeweils stärksten Triebwerke auf die fahrdynamisch hochbegabte ST-Version entfallen. Kostensensible Vielfahrer können sich für eine Flüssiggasvariante mit 117 PS entscheiden. Außerdem gefällt der inzwischen spürbar gealterte Focus Kombi durch günstige Preise: Schon bei 17 700 Euro geht es los. Auch das Platzangebot im Passagierabteil ist ordentlich. Allerdings ist das Cockpit weder besonders schön gestaltet noch einfach zu bedienen oder hochwertig eingerichtet. Beim Kofferraum (476 bis 1515 Liter) fällt der Focus Turnier ebenfalls deutlich hinter die Konkurrenz von VW und Škoda, Hyundai und Peugeot zurück.

Toyota Auris Touring Sports

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(Foto: Toyota Motor Corp.)

Auch Toyota entsendet einen Vertreter in die Klasse der Kompakt-Kombis: den Auris Touring Sports. Als einziges Auto in dieser Übersicht ist er auch mit Hybridantrieb erhältlich. Bereits ab 21 690 Euro gibt es die Kraft der zwei Herzen: Wie beim Prius arbeiten ein Benzin- und ein Elektromotor zusammen, was vor allem im Stadtverkehr zu einem geringen Verbrauch führt. Mit einer Systemleistung von 136 PS toppt der Hybrid außerdem die anderen Triebwerke. Die Palette hält zwei weitere Benziner mit 99 und 116 PS sowie zwei Diesel mit 90 und 112 PS bereit. Der Kofferraum des Auris Touring Sports schluckt zwischen 530 und 1658 Liter. Das gilt auch für den Hybrid, obwohl die Entwickler bei ihm noch das obligatorische Batteriepaket unterbringen mussten. Die Preise starten bei 17 690 Euro für den 99-PS-Benziner. Will man ein bisschen Komfort an Bord haben, muss man jedoch mindestens die 2000 Euro teure "Cool"-Ausstattung dazu buchen.

Honda Civic Tourer

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(Foto: Honda)

Der eigenwillig gestylte Honda Civic Tourer fällt auf im Straßenbild, steckt aber auch einiges weg. Der Kofferraum fasst 624 Liter, wenn die Rücksitzlehnen oben bleiben, und 1668 Liter, wenn sie umgeklappt sind. Der Japaner überzeugt nicht nur mit einem großen Zugang zum Gepäckabteil, sondern auch mit cleveren Detaillösungen: mit einem doppelten Ladeboden zum Beispiel, der für den Transport sperriger Gegenstände abgesenkt werden kann. Oder mit den "Magic Seats" im Fond: Wie im Kino lassen sich die Sitzflächen hochklappen und zudem die Lehnen in jeder beliebigen Position arretieren, um den hinteren Fußraum mit hohem Transportgut beladen zu können. Leider bietet der Honda Civic Tourer kaum Auswahl bei den Motoren. Ein 1,6-Liter-Diesel mit 120 PS und ein 1,8-Liter-Benziner mit 142 PS sind die einzigen Triebwerks-Optionen. Immerhin verbraucht der Selbstzünder - zumindest auf dem Papier - mit 3,8 Litern auf 100 Kilometern wenig Sprit. Zudem ist er billiger als der Ottomotor: Mit einem Grundpreis von 22 760 Euro kostet er etwa 1500 Euro weniger, bringt aber auch eine schlechtere Basisausstattung mit. Mit vergleichbarer Ausstattung liegt er 1500 Euro über dem Benziner, der zudem noch mit einem Automatikgetriebe kombiniert werden kann. Aber vielleicht lohnt es sich, noch ein wenig auf die Kombiversion des neuen Honda Civic zu warten, der in Kürze als fünftürige Limousine zu den Händlern rollt.

Kia Cee'd Sportswagon

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(Foto: Kia Motors)

Eigentlich ist der Kia Cee'd der zweieiige Zwilling des Hyundai i30. Während die Konzernschwester gerade überall ihren völlig neu konstruierten Kompakten einführt, bietet Kia noch eine Weile den inzwischen in die Jahre gekommenen Cee'd Sportswagon an. Der muss sich dem Neuling in vielerlei Hinsicht geschlagen geben, zum Beispiel beim Kofferraum: 528 Liter sind kein schlechter Wert, aber eben deutlich weniger als die 602 des neuen Hyundai i30 Kombis. Maximal sind immerhin 1642 Liter möglich. Die günstigste Modellvariante ist jene mit 1,4-Liter-Vierzylinder und 100 PS, die für 16 190 Euro und als einzige in der spartanischen Attract-Ausstattung erhältlich ist. Ebenfalls 100 PS leistet der moderne Dreizylinder-Turbobenziner, der jedoch nur mit der zweitniedrigsten Edition-7-Ausstattung kombiniert werden kann und deshalb 3700 Euro teurer ist. Einen Diesel gibt es auch: Er leistet 136 PS, ist damit die Topmotorisierung und kostet mindestens 21 390 Euro.

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