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Los Angeles Autoshow 2010:The darker side of green

Die Krise auf dem US-Automarkt scheint vergessen, die Amerikaner haben wieder Lust auf SUVs, Sportwagen und Pick-ups. Gerne auch grün - aber dabei bitte geräumig und sportlich. Lexus nennt es treffend: "the darker side of green".

An sich präsentiert sich die Los Angeles Autoshow wie vor drei oder vier Jahren. Der Fast-Untergang der amerikanischen Autoindustrie war kaum mehr als ein irreales Horror-Szenario und Elektroautos sprossen noch als zarte Pflänzchen aus dem Asphalt.

Los Angeles Autoshow 2010

Öko ja, aber bitte sportlich

Auf dem Weg zum Convention Center sind die Straßen prallvoll wie an jedem Werktag in Downtown Los Angeles. Die Einwohner bereiten sich auf das Thanksgiving-Fest vor, während von überdimensionalen Plakaten die Stars der Los Angeles Autoshow herabstrahlen.

Die Gallone Kraftstoff (knapp vier Liter) kostet weiterhin gerade einmal drei Dollar und jeder auf der Autoshow ist froh, dass er gerade nicht in Detroit sein Messedasein fristen muss. Das allwinterliche Damoklesschwert kündigt sich erst wieder für Mitte Januar an.

In Los Angeles dagegen rücken sich derweil die zunehmend zuversichtlicher werdenden Autohersteller mit Messeauftritten, Neuheiten und bunten Darbietungen wieder in ein imagegerechtes Licht. So ein abgefahrenes Crossover wie den offenen Nissan Murano hat man schließlich seit dem offenen Ford Bronco in den frühen 80 Jahren nicht mehr erlebt.

Dazu ein sehenswerter Cityflitzer wie der Cadillac ULC oder der muskulöse Dodge Durango - es darf gespielt und gestaunt werden. Anfassen und hineinsetzen dringend erwünscht.

Die Europäer zeigen sich in der sonnigen Hauptstadt der US-Westküste gewohnt auswärtsstark. Mercedes CLS 63 AMG, der 330 PS starke Porsche Cayman R oder der offene VW Eos zeigen die Lust an sportlichen Autos für die Kunden, die das nötige Kleingeld haben und sich nicht mit den anhaltenden Wirren des labilen Immobilienmarktes beschäftigen müssen.

Jaguar C-X75

Startbahn L.A.