Local Motors Strati Lego-Steine sind aus dem gleichen Material

In 44 Stunden wurde der Strati "ausgedruckt".

(Foto: Local Motors)

Zum Leben erweckt wurde der Strati vor Zuschauern auf der Manufacturing Technology Show in Chicago im September dieses Jahres. Ein Drucker in der Größe eines Schiffscontainers fertigte das Auto in 227 Schichten in 44 Stunden aus Acrylnitril-Butadien-Styrol (ABS), einem synthetischen Terpolymer, aus dem auch Lego-Steine sind. Danach wurden die Konturen verfeinert und die mechanischen Komponenten eingebaut. Der 45 Kilowatt Elektromotor und das Getriebe stammen vom Renault Twizy, die Ledersitze sind Spezialanfertigungen. Das Elektrofahrzeug wiegt knapp eine Tonne und bringt es auf 80 km/h, mit einer Reichweite von 100 Kilometern.

Die Mechanik des Autos aus dem 3D-Drucker stammt von Renault.

(Foto: Local Motors)

Trotzdem ist die Technik des 3D-Drucks noch ganz am Anfang. Eine Knautschzone aus Stahl, wie bei herkömmlichen Autos, gibt es beim Strati nicht. Auf die Frage, was bei einem Unfall passieren würde, antwortete Local Motors Ingenieur James Earle der New York Times: "Es ist wie ein Fels, der auf eine Mauer trifft". An der Sicherheit werde das Unternehmen aber weiter arbeiten. Schon jetzt sorgen Carbonfasern für mehr Stabilität. Weitere zusätzlich eingearbeitete Stoffe sollen diesen Effekt verstärken, Sicherheit habe oberste Priorität, so Geschäftsführer Rogers. Ziel sei es, in Zukunft bei Crashtests Ergebnisse zu erzielen, die genauso gut beziehungsweise besser als die aktueller Autos seien.

Das Unternehmen geht davon aus, in den nächsten zwölf bis 18 Monaten die ersten Bestellungen annehmen zu können. Der Preis soll zwischen 14 000 und 27 000 Euro liegen. Bis dahin darf der Strati auch auf US-Straßen fahren. Aufgrund von amerikanischen Gesetzen und Regulierungen muss er sich bisher von diesen nämlich fern halten.