Lilium Aviation Weltweit arbeitet etwa ein Dutzend Firmen an solchen Fluggeräten

Die ist gar nicht so klein: Etwa ein Dutzend Unternehmen arbeitet weltweit an solchen Ultraleichtfluggeräten, die ebenso leicht zu bedienen sein sollen. Bei Airbus heißt das Projekt "Vahana", benannt nach dem Reittier einer hinduistischen Gottheit (der Name Lilium Aviation bezieht sich auf den Flugpionier Otto Lilienthal). Die Firma Joby Aviation will ein Flugtaxi aufsteigen lassen, das aussieht wie ein Flugzeug mit extrem vielen Rotoren, die niederländische Firma PAL-V hat eine Kombination aus Auto und Helikopter entwickelt, Volocopter aus Bruchsal einen elektronischen "Multikopter". Der Golfstaat Dubai will im Juli eine emissionsfreie Menschendrohne aus China in Betrieb nehmen.

So unterschiedlich diese Geräte aussehen und gesteuert werden - diese Zukunft hat viele Fans und Investoren. In Lilium Aviation etwa investieren Frank Thelen, bekannt aus der RTL-Show "Die Höhle der Löwen", und der Skype-Gründer Niklas Zennström. Die Europäische Weltraumorganisation Esa unterstützt das Unternehmen seit 2015.

Die Regeln in Deutschland sind strenger als anderswo

Eines Tages in den Wolken pendeln zu können, ist ja auch eine fantastische Vorstellung. Aber es gibt noch viele offene Fragen: zum Beispiel, ob die Flugzeuge überhaupt je in Deutschland fliegen dürfen. Heinrich Bülthoff, Professor am Max-Planck-Institut für biologische Kybernetik in Tübingen, glaubt, dass Lufttaxis am ehesten in Amerika oder Asien zum Einsatz kommen könnten, "aber nicht bei uns in Deutschland, der Luftraum hier ist zu streng reglementiert".

Daniel Wiegand sagt, dass ihr Jet schon im Zulassungsverfahren für Kleinflugzeuge sei, das spontane Fliegen in der Luft also nur noch eine Frage der Zeit. Konkreter wird er nicht. Die Lufttaxi-Branche ist eben auch wolkig.

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