Liebe zum Auto Freiheit und Status

Die Liebe zum eigenen Auto ist keineswegs in der deutschen DNA verankert - sie wurde eingeimpft. Man kann sie also auch wieder loswerden. Am Mittleren Ring in München verliert man sie ohnehin.

(Foto: Alessandra Schellnegger)

Wer in Großstädten Auto fährt, fragt sich: Warum tun wir uns das an? Während die einen noch mit erstaunlicher Beharrlichkeit im Stau stehen, haben die anderen eine Lösung.

Von Niclas Seydack

Es heißt, im Domagkpark im Münchner Norden fahren sie Auto, als wäre es das Jahr 2038. Kein ordinäres Wohngebiet soll es sein, sondern ein Labor, in dem sie an der Stadtplanung von morgen tüfteln. Die Entfernung von der eigenen Haustür zum Domagkpark beträgt sechs Kilometer, 440 Meter Luftlinie. Da bleiben drei Optionen:

Nahverkehr, 14 Kilometer, 28 Minuten Fahrt mit U-Bahn und Bus für 2,90 Euro. Bestimmt überfüllt.

Fahrrad, 7,9 Kilometer, 26 Minuten Fahrt kostenlos an der Isar entlang und durch ...