Lexus LS 600h:Vorzeige-Kreuzer

In Sachen Sicherheitsausstattung und Komfort überholt der Hybrid-Riese Lexus LS 600h sogar die S-Klasse von Mercedes-Benz.

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Lexus LS600h

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Die Ansage von Lexus an die Konkurrenz ist klar: Hybrid ist Zukunft, die vor euch fährt. Und in Sachen Sicherheitsausstattung, Komfortoptionen und Fahrerassistenzsysteme hat Toyotas Edelmarke mit dem neuen Flaggschiff LS 600h sogar die S-Klasse überholt.

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Der Preis: Lexus-Piloten sollten sich in aller Ruhe mit einem Glas Wein und der Betriebsanleitung vor den Kamin setzen, damit sie alles verstehen, was ihr Auto so den ganzen Tag lang macht.

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Eines macht der Hybrid-LS jedenfalls nicht: Krach. Wenn der Nippon-Gleiter losrollt (das tut er je nach Ladezustand der Batterie rein elektrisch), könnte man eine Fliege husten hören. Perfekter Schallschutz war schon immer die Domäne des großen Lexus.

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Das Innenraumgeräusch im LS 600h beträgt 28 db(A), das entspricht etwa dem Ticken einer Uhr. Das Fahrtgeräusch bei 50 km/h hat Lexus mit 53 db(A) gemessen - etwa so laut wie ein Gespräch in Wohnzimmer-Atmosphäre.

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Erst beim stärkeren Gasgeben schaltet sich der V8-Motor unbemerkt und völlig ruckfrei zu. Selbst beim Kickdown und bei hohen Geschwindigkeiten brummelt die Lexus-Maschine kraftvoll, aber äußerst leise vor sich hin.

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Der erste Hybrid-V8 basiert auf dem Motor des LS 460. Das auf 394 PS erstarkte Aggregat kombiniert je nach Lastbereich direkte Benzineinspritzung und Saugrohreinspritzung. Die Typenbezeichnung 600 gaukelt sechs Liter Hubraum vor, tatsächlich sind es aber "nur" 4969 Kubikzentimeter.

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Knopfparade: Der Lexus kennt diverse Modi für Motorsteuerung und Dämpfereinstellung.

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Man kann den Lexus-Kreuzer sogar rein elektrisch bewegen - wenn die Batterie genügend Saft hat. Das funktioniert aber nur bis 47 km/h und über eine Strecke von rund zwei Kilometern. Sobald man das Gaspedal mehr als nur streichelt, deaktiviert sich der Elektro-Modus automatisch. Im hektischen Großstadtverkehr ist der Traum vom reinen Stromer so schnell ausgeträumt.

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Aber auch im normalen Hybridbetrieb knausert der Japaner mit dem Sprit. Bei unseren Testfahrten lag der Durchschnittsverbrauch im reinen Stadtverkehr bei 13 bis 15 Litern, bei extrem schonender Fahrweise und wenig Verkehr war ein Verbrauch von unter 11 Litern möglich. Außerorts und bei flotterer Fahrweise muss der V8 natürlich oft ran ...

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Ein dicker Pferdefuß dabei ist das Fassungsvermögen des Gepäckabteils. Das ist nämlich im Vergleich zum LS 460 auf in dieser Fahrzeugklasse äußerst dürftige 325 Liter geschrumpft. Schuld sind die dicken Batterie-Pakete samt Kühlsystem hinter den Rücksitzen.

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Auch die Zuladung reicht für eine Reise zu viert plus Gepäck kaum aus: Beim LS 600h L in Vollausstattung sind gerade mal 245 Kilogramm drin. Für die wichtigste Zielgruppe dieses Wagens - Chefs plus Chauffeur und ein paar Aktenkoffer - fallen diese Einschränkungen vielleicht nicht so ins Gewicht.

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Die Langversion mit dem "Wellness"-Paket inklusive hinteren Massage-Sitzen und fürstlichem Fußraum schlägt mit 133.100 Euro zu Buche, wenn man noch Metalliclack, die adaptive Geschwindigkeitsregelung sowie die volle Sicherheits-Dröhnung mit Infrarot-Hinderniserkennung, Gesichtsfeldmonitor und Notfall-Lenkassistent bestellt. Teurer kann der Hybrid-Riese dann aber nicht mehr werden.

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