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Leichtbau im Auto:Extra light

Früher waren die deutschen Hersteller schon erfolgreich, wenn sie starke Motoren und solide Technik anboten. Künftig geht es darum, wer die leichtesten Autos baut.

BMW macht es besonders spannend. Der Konzern hütet sein Geheimnis, als wäre die Nachricht aus Oberbayern die Weltformel. Am 21. Februar dann will der Autobauer den Namen der neuen Carbonauto-Marke, die intern bisher nur unter dem Namen Mega City Vehicle kursiert und 2013 auf den Markt kommen soll, bekannt geben. I can't wait schreiben die PR-Strategen des Konzerns auf ihre Einladungen für jenen Februartag, der in die Geschichte des Autos eingehen soll.

BMW Megacity Vehicle

Nimm's leicht

Es geht Schlag auf Schlag. In der gleichen Woche laden Audi und seine italienische Luxus-Tochter Lamborghini Journalisten zum öffentlichkeitswirksamen "Techday Leichtbau" nach Neckarsulm und Sant'Agata Bolognese ein.

n der vergangenen Woche gab Daimler eine umfassende Zusammenarbeit mit dem japanischen Partner Toray bekannt. Ziel: Die Stuttgarter wollen mit Hilfe der Japaner erstmals Autoteile aus Carbon herstellen, die in Großserie gefertigt werden. Man wolle "Marktführer bei Kohlefaserverbundstoffen werden", kündigte der Konzern vollmundig an. Daher der Pakt mit Toray, dem größten Kohlefaserhersteller der Welt.

Und auch als VW in der vergangenen Woche ausgerechnet im Öl-Emirat Katar sein Ein-Liter-Auto XL 1 präsentierte, war Carbon mit im Spiel.

Audi, BMW, Daimler, VW - beim Thema Leichtbau laufen die PR-Maschinen der Hersteller derzeit auf Hochtouren. Kaum hat der eine seine Nachricht zum Thema platziert, legt der andere nach. Leichtbau, da sind sich die Experten einig, ist eine der Währungen, die die Zukunft der Konzerne entscheiden. Die Frage, ob ein Auto ein paar Kilo schwerer oder leichter ist, kann entscheiden: Top oder Flop.

BMW Vision Efficient Dynamics

Traumschiff Zukunft