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LED-Scheinwerfer:Glühlampen benötigen zehn Mal mehr Energie

Für den Fall, dass die LEDs in der dritten Bremsleuchte den Geist aufgeben, sind die Kosten für den Austausch dieses Bauteils nach KÜS-Einschätzung mit etwa 30 bis 100 Euro plus Montage noch recht überschaubar. Ganz anders sieht es etwa beim Tagfahrlicht aus. Bei vielen Autos, die mit LED-Tagfahrlicht ausgeliefert werden, sind mehrere Dioden als Lichterketten oder Winkel in die Hauptscheinwerfer integriert. "Und zwar häufig nicht als separates, austauschbares Modul im Scheinwerfergehäuse, sondern als fester Bestandteil", erklärt Pietzonka. Die Gründe dafür seien meist Designvorgaben der Fahrzeughersteller oder konstruktiv bedingt. "Darüber hinaus ist ein kompakter Aufbau der Lichtfunktionen häufig günstiger als separate, austauschbare LED-Platinen", so Pietzonka.

LEDs am Auto: Segen für die Sicherheit, Fluch fürs Portemonnaie

Kostenfalle LED: Streiken Leuchtdioden am Auto, müssen Fahrzeugbesitzer mit dem Austausch des ganzen Scheinwerfers rechnen.

(Foto: dpa-tmn)

Leidtragender ist am Ende der Autobesitzer: Wenn das integrierte LED-Tagfahrlicht defekt ist, muss oft der komplette Hauptscheinwerfer erneuert werden. "Und dafür werden inklusive Werkstattkosten je nach Fahrzeug viele hundert, manchmal auch mehr als tausend Euro fällig", sagt Schuster. Je mehr Autos mit integrierter LED-Technik in die Jahre kämen, desto größer werde das Risiko des teuren Austauschs. Für Fahrzeuge mit Voll-LED-Scheinwerfern, die bisher noch recht selten sind, gilt das ebenfalls.

Schwachstelle von LEDs sind laut dem ADAC-Technikexperten Helmut Schmaler nicht die Leuchtkörper selbst, sondern Drähte und Kontakte auf der Trägerplatine, denen zum Beispiel Korrosion zusetzen könne. Egal ob vorne oder hinten am Auto: Defekte LED-Leuchten müssen spätestens dann repariert werden, wenn mehr als eine Lichtquelle streikt. "Das kann je nach Konstruktion in einer LED-Kette eine einzelne Diode oder ein kleines Modul mit zwei, drei Dioden sein", sagt Schuster. Bei der Kfz-Hauptuntersuchung muss der Ausfall mehrerer LED-Lichtquellen als erheblicher Mangel beanstandet werden. Das sieht die jüngste Änderungsverordnung straßenverkehrsrechtlicher Vorschriften vor, die am 1. Juli 2012 in Kraft getreten ist.