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Land-Rover-Umbau:Pimp my Landy

Als der Land-Rover 1948 vorgestellt wurde, war er als robustes und wandlungsfähiges Arbeitstier gedacht. Von diesem Potential leben bis heute viele kleine Werkstätten - zum Beispiel in Namibia.

Die kleine Werkstatt liegt ein knappes Dutzend Kilometer südöstlich der namibischen Küstenstadt Swakopmund, gleich rechts an einer der Hauptstraßen des südafrikanischen Landes. "Auto Fleiss" steht in großen schwarzen Buchstaben auf einem langen, in der Sonne glänzenden Alu-Schild über der Einfahrt zur Montagehalle "Special Vehicles".

Ein Land Rover Defender, der zum "Game Viewer" umgebaut wurde.

(Foto: Foto: Pressinform)

Um welche Vehikel es hier geht, lässt der sauber restaurierte Oldtimer auf dem Sandplatz davor erahnen: ein offener Land Rover Station Wagon. Ein Wüstensandfarbenes Schmuckstück mit Überrollbügel, magerer Instrumentierung im Armaturenbrett, dünnem, schwarzen Rechtslenker und klassisch umklappbarer Windschutzscheibe. Made in Birmingham, England, weist das Typenschild am Heck aus. Und, was nicht darauf steht: aufbereitet hier bei Fleiss in Namibia.

Dietmar und Dagmar Fleiss bauen mit einem halben Dutzend Mitarbeiter vornehmlich Land Rover um, in der Regel Defender und immer gebraucht. An die 20 Stück werden pro Jahr zunächst komplett zerlegt, generalüberholt, verlängert und neu aufgebaut. Die meisten davon zu "Game Viewers": So heißen hier die offenen 4x4-Touristenbusse mit Dach, die in den Wildreservaten die Touristen zur Wildtierbeobachtung an die Wasserlöcher fahren. Dazu entstehen immer wieder Pick-ups, Sonderaufbauten oder Privatfahrzeuge.

Land-Rover-Umbau

Pimp my Landy