Konjunkturflaute560 Jobs betroffen: Bosch baut Standort in Waiblingen um

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Bosch schließt Produktion von Verbindungstechnik in Waiblingen. (Foto-Archiv)
Bosch schließt Produktion von Verbindungstechnik in Waiblingen. (Foto-Archiv) Jason Tschepljakow/dpa

Bosch stellt bis 2028 die Produktion im Bereich Verbindungstechnik in Waiblingen ein. Rund 560 Jobs sind betroffen. Für viele Beschäftigte gibt es Angebote für andere Standorte.

Direkt aus dem dpa-Newskanal: Dieser Text wurde automatisch von der Deutschen Presse-Agentur (dpa) übernommen und von der SZ-Redaktion nicht bearbeitet.

Waiblingen (dpa/lsw) - Bosch stellt die Produktion im Bereich Verbindungstechnik für die Fahrzeugindustrie am Standort Waiblingen (Rems-Murr-Kreis) mit seinen rund 560 Beschäftigten bis spätestens 2028 ein. Zwischen Betriebsrat und Geschäftsleitung wurde ein Sozialplan und Interessenausgleich vereinbart, wie das Unternehmen mitteilte. Das Aus für den betroffenen Bereich wurde bereits im vergangenen September verkündet.

Etwa 220 Arbeitsplätze sollen den Beschäftigten an anderen Bosch-Standorten angeboten werden. Der Personalabbau soll möglichst sozialverträglich umgesetzt werden. Auch Angebote für Altersteilzeit und Vorruhestand sowie freiwillige Abfindungen gehören zum Maßnahmenpaket. 

Der Technologiekonzern hatte im vergangenen Jahr den Abbau von Tausenden Arbeitsplätzen angekündigt. Besonders stark davon betroffen ist die Mobilitätssparte des Stiftungsunternehmens.

Warum das Aus für den Standort bevorsteht

Als Grund für das Ende der Produktion nannte Bosch neben den zu hohen Kosten den Rückgang im Umsatz für Verbindungstechnik-Produkte. Auf dem europäischen Markt sei der in den vergangenen acht Jahren um knapp die Hälfte zurückgegangen. 

Weitere Umsatzrückgänge in den kommenden Jahren seien prognostiziert. Am Standort Waiblingen seien das Produktionsvolumen und damit einhergehend das Beschäftigungsniveau seit vielen Jahren rückläufig. „Trotz entsprechender Anstrengungen konnten in dieser Zeit keine beschäftigungsrelevanten Neuprodukte gewonnen werden.“ 

Nach Angaben der IG Metall in Waiblingen hätte der Standort eine Zukunft haben können, wenn Bosch bereit gewesen wäre, sie aktiv mitzugestalten. „Die Verlagerung von Produktion und Know-how ist ein schwerer Fehler zulasten der Region.“ Die nun erreichte Einigung federe den Strukturbruch zwar sozial ab, ersetze aber keinen industriepolitischen Gestaltungswillen des Konzerns. „Wichtig sind vor allem die zugesagte Weiterbeschäftigung, Qualifizierung und die Transfergesellschaft ab 2029.“ 

Nicht betroffen von der Schließung sind laut Bosch andere Tochterfirmen am Standort Waiblingen.

© dpa-infocom, dpa:260223-930-725285/2

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